Die Betreuungsstelle für Erwachsene

Die Betreuungsstelle für Erwachsene im Landratsamt ist Koordinations- und Ansprechstelle im Betreuungsalltag. Sie berät in allen Fragen der gesetzlichen Betreuung für Erwachsene.

Kernaufgaben der Betreuungsstelle

Die Betreuungsstelle unterstützt das Betreuungsgericht und wird vom Gericht zur Aufklärung des Sachverhaltes eingeschaltet, wenn für eine Person eine gesetzliche Betreuung angeregt wurde. Die Betreuungsstelle verfasst einen Bericht an das Gericht, der die Lebenssituation des Betroffenen wiedergibt. Der Bericht erläutert außerdem, ob eine Betreuung notwendig erscheint, ob andere Hilfen ausreichend sind oder eine Vorsorgevollmacht erteilt werden kann.

Weiterhin schlägt die Betreuungsstelle den Aufgabenkreis der Betreuung sowie eine Person vor, die gegebenenfalls die Betreuung übernehmen könnte.

Die Betreuungsstelle unterstützt das Gericht darüber hinaus in bereits anhängigen Betreuungsverfahren.
  • Es findet eine individuelle Beratung bei Bedarf statt.
  • Wichtige Adressen werden von uns vermittelt.
  • Einführungslehrgänge und Fortbildungsangebote werden in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein angeboten.
  • Die Betreuungsstelle informiert über das Institut der Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung.
  • Sie beglaubigt die Unterschrift auf der Vorsorgevollmacht und bei Betreuungsverfügungen.
  • Sie bietet in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsverein Informationsveranstaltungen an.
Die Betreuungsstelle kann vom Betreuungsgericht als Betreuer eingesetzt werden, wenn kein anderer geeigneter Betreuer zur Verfügung steht.
Das Betreuungsgericht kann bei einer Gefährdungssituation zum Schutz der betroffenen Person auch gegen deren Willen eine Vorführung zur Anhörung oder eine Unterbringung zur Behandlung anordnen und wird hier von der Betreuungsstelle unterstützt.
Die Betreuungsstelle nimmt an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften auf örtlicher und überörtlicher Ebene zusammen mit anderen Vertretern des Betreuungswesens teil, um die Zusammenarbeit in Betreuungsangelegenheiten zu verbessern.

Bestellung einer Betreuung

Über das zuständige Amtsgericht wird im Rahmen eines Betreuungsverfahrens geprüft, ob und in welchen Aufgabenkreisen die Errichtung einer Betreuung erforderlich ist. Nach dem Erforderlichkeitsgrundsatz wird nur für die Angelegenheiten eine Betreuung eingerichtet, in denen eine rechtliche Unterstützung als notwendig erscheint.

Um eine Betreuung anzuregen, sollten Sie sich an das zuständige Amtsgericht wenden.
Dies ist im Landkreis Neu-Ulm:
Amtsgericht Neu-Ulm
Abteilung für Betreuungssachen
Schützenstraße 60
89231 Neu-Ulm
Telefon: 0731/ 707093 - 0
Fax: 0731/707093 - 112
 
Beratung über Betreuungsstelle im Landratsamt

Im Zweifelsfall, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Betreuer bestellt werden soll oder ob andere Hilfen ausreichend sind, wenden Sie sich an die Betreuungsstelle des Landratsamtes um unverbindlich eine Beratung einzuholen.


Voraussetzungen für eine Betreuung


Grundsätzlich kann jedermann eine Betreuung für eine betreuungsbedürftige Person beim Betreuungsgericht anregen. Die medizinischen Voraussetzungen müssen gegeben sein.

Sie möchten Berufsbetreuerin bzw. Berufsbetreuer werden?

Im Landkreis Neu-Ulm besteht derzeit ein Bedarf an Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuern.
 
Eine Berufsbetreuerin bzw. ein Berufsbetreuer vertritt erwachsene Personen bei einer rechtlichen Betreuung. Die jeweiligen Aufgabenkreise weist das Gericht zu.

Wer eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit sucht, ist in diesem Bereich richtig.


Die Aufgabenfelder orientieren sich am Krankheitsbild der Bertreuten bzw. des Betreuten. Dies kann beispielsweise eine geistige Behinderung sein, eine Psychose oder auch eine Demenzerkrankung.
 
Jede Betreuung ist verschieden - ebenso wie die Menschen, die man betreut - keine gleicht der anderen. Auch wenn man viele Jahre in diesem Bereich tätig ist, erlebt man immer wieder neue Situationen.

Voraussetzungen für eine Berufsbetreuerin bzw. einen Berufsbetreuer

  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium, insbesondere aus den Bereichen der sozialen Arbeit, Rechtswissenschaften, Verwaltung und Betriebswirtschaft.
  • Es handelt sich um eine selbstständige Tätigkeit. Die Berufsbetreuerin bzw. der Berufsbetreuer rechnet seine Vergütung mit dem Betreuungsgericht ab. Er ist nicht beim Landratsamt Neu-Ulm oder dem Betreuungsgericht angestellt.
  • Mitbringen sollte man Freude am Umgang mit Menschen mit Behinderungen bzw. Beienträchtigungen. Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Tätigkeit. Ihre Selbstbestimmung gilt es zu wahren. Wünsche der betroffenen Personen müssen weitestgehend berücksichtigt werden.
  • Administrative Tätigkeiten stellen häufig einen größeren Teil der Aufgaben dar. Die rechtliche Betreuerin bzw. der rechtliche Betreuer übernimmt keine pflegerischen Tätigkeiten, sondern organisiert diese bei Bedarf.
  • Die Berufsbetreuerin bzw. der Berufsbetreuer sollte eine professionelle Büroorganisation vorhalten.
  • In der Regel wird von zu Hause aus gearbeitet, wo sich das Büro befindet. Die Tätigkeit eignet sich gut als Teilzeittätigkeit. Die Anzahl der Betreuungen können selbst bestimmt werden. Um berufsmäßig abrechnen zu können, müssen mindestens elf Betreuungen geführt werden.
 
Bei Interesse an dieser Tätigkeit nehmen sie bitte mit den Mitarbeitern der Betreuungsstelle Kontakt auf.

Wir freuen uns auf Sie!

Die Dienstleistungen der Betreuungsstelle im Überblick

Broschüre des Bezirks Schwaben zum Thema (sozial)psychiatrische Hilfen und ambulante & stationäre Angebote in der Region Günzburg und Neu-Ulm.
Der Seniorenwegweiser ds Landkreises Neu-Ulm bietet Ihnen einen breiten Querschnitt zu unterschiedlichen Fragen rund ums Älterwerden.
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