Informationen für bestätigte Fälle und Kontaktpersonen

Im Folgenden sind die wichtigsten Infos zusammengefasst, was im Falle eines positiven Testergebnisses auf SARS-CoV-2 zu beachten ist.

Personen, die anhand eines Antigentests oder Nukleinsäuretests, der von einer medizinischen Fachkraft oder einer vergleichbaren, hierfür geschulten Person vorgenommen wurde, positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, haben die Pflicht, sich umgehend in Isolation zu begeben, sobald sie Kenntnis von ihrem positiven Ergebnis erhalten haben.

Positiver Antigentest

  • Ein positives Ergebnis eines Antigentests sollte mit einem Nukleinsäuretest überprüft werden.
  • Ist der anschließende Nukleinsäuretest negativ, endet die Isolation mit Vorliegen des negativen Testergebnisses.
  • Liegt kein Nukleinsäuretestergebnis vor oder ist dieses positiv, endet die Isolation frühestens
    • nach Ablauf von fünf Tagen nach dem positiven Antigentest und
    • Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden,
    • spätestens jedoch nach Ablauf von zehn Tagen.

Positiver Nukleinsäuretest

  • Personen, die anhand eines Nukleinsäuretests (PCR-Test) positiv auf Coronavirus SARS-CoV-2 getestet wurden, gelten als bestätigte Fälle (Indexfälle) und erhalten vom Gesundheitsamt einen Isolationsbescheid. Als Nukleinsäuretest gelten PCR-Tests, PoC-PCR-Tests und Testungen mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik.
  • Der Öffentliche Gesundheitsdienst wird Ihnen so schnell wie möglich ein Informationsschreiben zuschicken. Hier kann es im Moment aufgrund der sehr hohen Fallzahlen zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Bitte beachten Sie deshalb die Informationen auf dieser Seite.
Die Pflicht zur häuslichen Isolation gilt auch dann, wenn sich das Gesundheitsamt noch nicht gemeldet hat. Positiv getestete Personen müssen sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben. Das heißt, kein persönlicher Kontakt zu anderen Personen und die Wohnung nicht verlassen.
  • Die häusliche Isolation beginnt umgehend mit Mitteilung des Testergebnisses.
  • In dieser Zeit dürfen Sie Ihre Wohnung nicht verlassen.
  • Die Isolation endet frühestens nach Ablauf von fünf Tagen nach Erstnachweis des Erregers. Ein negativer Testnachweis zum Beenden der Isolation (das sogenannte Freitesten) ist nicht mehr erforderlich. Voraussetzung ist aber Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden. Eine Ausnahme gibt es für Beschäftigte im medizinischen Bereich, hierzu unten weitere Details.
  • Halten die Symptome an, muss die Isolation fortgesetzt werden, bis die Zeichen der akuten COVID-19-Erkrankung 48 Stunden lang nicht mehr bestehen, maximal aber 10 Tage.

Kontakt mit dem Gesundheitsamt? Nur wenn es nötig ist


Das Gesundheitsamt wird vom Labor über Ihren positiven Test informiert und weiß, dass Sie zur Isolation verpflichtet sind. Sie müssen sich deshalb nicht eigenständig beim Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt wird Ihnen die Verpflichtung zur Isolation so schnell wie möglich zusenden. Wenn Ihre COVID-19-Erkrankung ohne Probleme verläuft, dürfen Sie die Isolation
nach den oben genannten Regeln beenden. Ein persönlicher Kontakt ist dabei nicht notwendig.
Beschäftigte in Einrichtungen nach § 23 Abs. 3 Satz 1, Abs. 5 Satz 1 und § 36 Abs. 1 Nr. 2, 7 IFSG (dies sind medizinische und pflegerische Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser, Arztpraxen, ambulante Pflegedienste und Altenpflegeheime), die sich nach den Regelungen dieser Allgemeinverfügung oder aufgrund einer Einzelanordnung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde in Isolation befanden, dürfen ihre Tätigkeit in der betroffenen Einrichtung nur wiederaufnehmen, wenn bei ihnen ein von einer medizinischen Fachkraft oder einer vergleichbaren, hierfür geschulten Person durchgeführter oder überwachter Nukleinsäuretest oder Antigentest ein negatives Ergebnis aufweist. Die Testung kann auch bei Arbeitsantritt erfolgen. Als negativer Testnachweis gilt in diesem Zusammenhang auch ein Nukleinsäurenachweis mit einem ct-Wert größer 30. Das negative Testergebnis ist dem Betreiber der betreffenden Einrichtung mit der Wiederaufnahme der Tätigkeit vorzulegen.

Unabhängig von der Vorlage eines negativen Testnachweises kann die betroffene Person die Tätigkeit in der betroffenen Einrichtung nach Ablauf von zehn Tagen nach dem Erstnachweis des Erregers wieder aufnehmen, wenn sie bei Aufnahme der Tätigkeit seit mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Insofern gilt für einen Zeitraum von vier Wochen eine Ausnahme von den einrichtungsbezogenen Testerfordernissen nach § 3 Abs. 1 bis 3 der 16. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Es wird empfohlen, dass die Betroffenen bis Tag 15 nach Erstnachweis des Erregers während des Aufenthalts in den betroffenen Einrichtungen eine FFP2-Maske tragen.
Die Isolation muss in einer Wohnung oder einem anderen räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes erfolgen. Die meisten Betroffenen wählen dafür die eigene Wohnung. Diese dürfen Sie während der Isolation nicht verlassen. Zeitweise und alleine auf den Balkon, die Terrasse oder in den eigenen Garten zu gehen, wenn dieser direkt an das Haus anschließt und nicht gemeinschaftlich genutzt wird, ist aber erlaubt.


Unterstützung von außen


Bitten Sie Angehörige, die nicht in Ihrem Haushalt leben, Freunde oder Bekannte um Unterstützung, etwa für Einkäufe und wichtige Besorgungen. Landesweit gibt es außerdem eine Vielzahl ehrenamtlicher Hilfsangebote.
Während der Isolation ist es wichtig, sich so gut wie möglich von den anderen Mitgliedern des Haushalts fernzuhalten, um diese nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Das bedeutet vor allem:
  • So wenig Zusammentreffen wie möglich: Verringern Sie die Kontakte zu Ihren Mitbewohnern und halten Sie Abstand von mindestens 1,5 Metern. Die Begegnungen sollten möglichst kurz sein und alle sollten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, am besten eine FFP2-Maske.
  • Auch Kontakte zu Personen außerhalb Ihres Haushalts - zum Beispiel zu Briefträgern, Lieferdiensten, Nachbarn, Freunden oder Bekannten - sollten unterbleiben. Bitten Sie darum, dass Lieferungen vor dem Eingang abgelegt werden.
  • Schlafen Sie in einem separaten Zimmer und halten Sie sich auch tagsüber alleine in einem Raum auf. Gemeinsam genutzte Räume wie Küche und Bad sollten zeitlich versetzt betreten werden, Mahlzeiten werden nicht gemeinsam eingenommen. Wichtig: Alle Räume gut lüften!
  • Gründliche Reinigung: Wenn Badezimmer, WC oder Küche gemeinsam genutzt werden, müssen die Kontaktflächen gründlich gereinigt werden, nachdem Sie diese benutzt haben. Dafür reichen haushaltsübliche Putzmittel aus. Für jeden Bewohner sind eigene Handtücher vorzuhalten, die regelmäßig gewechselt und gewaschen werden.
  • Sammeln Sie Ihre Wäsche in einem verschlossenen Plastikbeutel und waschen Sie diese möglichst bei mindestens 60° Celsius mit einem handelsüblichen Waschmittel.
  • Ihre Abfälle, insbesondere Taschentücher und andere Materialien, die infektiös sein können, müssen im Krankenzimmer in einem verschließbaren Behälter gesammelt werden. Entsorgen Sie den Müllsack verschlossen im Restmüll.
Allen positiv getesteten Personen wird empfohlen, nach Beendigung der Isolation für weitere fünf Tage außerhalb der eigenen Wohnung – insbesondere in geschlossenen Räumen – eine FFP2-Maske zu tragen und unnötige Kontakte zu anderen Personen, etwa durch die Nutzung vorhandener Homeoffice-Möglichkeiten, zu vermeiden.

Personen, die nach Beendigung der Isolation weiterhin Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion aufweisen, wird empfohlen, sich bis zum Vorliegen eines negativen Selbsttestergebnisses, längstens jedoch für weitere fünf Tage in freiwillige Selbstisolation zu begeben.
Bestätigte Fälle werden weiterhin gebeten, ihre engen Kontakte über die Infektion mit dem Coronavirus zu informieren.
 
Für (enge) Kontaktpersonen besteht aber grundsätzlich nicht mehr die Verpflichtung, sich in Quarantäne zu begeben. Es wird weiterhin an die Eigenverantwortung der Kontaktpersonen appelliert. Das bedeutet: Die eigenen Kontakte so weit wie möglich reduzieren, die AHA+L-Formel beachten und auf Krankheitssymptome achten. Empfohlen wird auch, sich freiwillig fünf Tage lang selbst zu testen.

Für Kontaktpersonen, die in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten beschäftigt sind, wird eine arbeitstägliche Testung mittels Antigentest oder Nukleinsäuretest vor Dienstantritt bis einschließlich Tag fünf nach dem Kontakt empfohlen.
Einen Überblick zu den Teststellen im Landkreis gibt es unter https://www.landkreis-nu.de/corona/Testmoeglichkeiten.

Bitte erkundigen Sie sich vorab bei der Teststelle, um zu klären, ob im Rahmen der Testung Kosten entstehen. Eine nachträgliche Kostenerstattung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst ist nicht möglich.
  • Bitte achten Sie während der häuslichen Isolation bzw. Quarantäne auf Symptome.
  • Sollte sich der Gesundheitszustand verschlechtern und ein Arzt benötigt werden oder Sie aus anderen Gründen medizinische Hilfe benötigen, dann kontaktieren Sie telefonisch die (Haus-)Ärztin bzw. den (Haus-)Arzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117.
  • Wählen Sie im Notfall die 112.
  • Bitte dabei immer unbedingt mitteilen, dass Sie positiv getestet oder eine Kontaktperson sind.

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