Publikationen des Landkreises Neu-Ulm

In unregelmäßigen Abständen gibt der Landkreis Neu-Ulm Bücher zu historischen Begebenheiten heraus.

Die einzelnen Bände können beim Landkreis Neu-Ulm erworben werden.

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Cover des Buchs Illerkorrektion

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten die Königreiche Württemberg und Bayern ein gemeinsames großes wasserwirtschaftliches Projekt durch: die Korrektion, das heißt die Begradigung, des wilden Gebirgsflusses Iller zu einem Flusskanal. Zwischen Memmingen und Ulm zwang man mittels Durchstiche die Iller auf einer Streckenlänge von 56 Kilometern in ein neues Flussbett.

Das Buch beinhaltet den kompletten Text eines Manuskriptes, welches vom damaligen Leiter der Korrektion, dem königlichen Bauamtmann Heinrich Hohenner aus Dillingen, geschrieben wurde. Thematisch gibt es zudem Ergänzungen zu Brücken, Fähren, Flößerei, sowie zu den jüngeren Themen wie Renaturierung und Flusskraftnutzung. Das Buch hat 172 Seiten und enthält zudem eine große Zahl von historischen Bildern rund um die Iller. Wer an der Iller aufgewachsen ist, für den ist dieses Werk ein Muss.
Cover Epitaphe und Gedenkindshcirften an äußeren Kirchenfassaden im Landkreis Neu-Ulm

Als Erinnerung und Gedenken an verstorbene Personen findet man im Landkreis Neu-Ulm an den Außenwänden der Kirchen mit Texten versehene Steinplatten, sogenannte Epitaphe. Der Zahn der Zeit nagt ständig an den zahlreichen Kleindenkmälern. Daher wurden die jetzt noch lesbaren Texte, die eine sehr wichtige Informationsquelle darstellen,  dokumentiert und teilweise aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt. Damit soll das Wissen, welches die Steine uns mitteilen wollen, gesichert werden. Das sehr reich bebilderte Werk umfasst 310 Seiten.
Buchcover Eisenbahnstrecken und Industriegleise im Landkreis Neu-Ulm

Zu einem großen Meilenstein in der Menschheitsgeschichte zählt sicherlich die Erfindung der Dampfmaschine und in Verbindung damit die der Eisenbahn. Sowohl den reisenden Personen als auch dem Transport von Waren aller Art dient das Fortbewegungsmittel bis heute. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand diese Technik auch Eingang in das Gebiet des heutigen Landkreises Neu-Ulm mit der Errichtung der Augsburger Strecke und der lllertalbahn. Das Buch vermittelt auf 544 Seiten allen Eisenbahnbegeisterten und heimatkundlich-technisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine fast unendlich große Fülle an Informationen und Bildern zur Geschichte der Eisenbahn zwischen Memmingen und Ulm. Neben den genannten Hauptstrecken werden auch die Nebenbahnen vorgestellt. Hierzu gehören die Babenhausener Bahn und die heute wieder aktive Weißenhorner Strecke. Zusätzlich werden auch alle ehemaligen sowie heute noch existierenden Industriegleise vorgestellt. Da die meisten von ihnen inzwischen stillgelegt sind, verharren die letzten Überreste der Gleisanlagen in einer Art Dornröschenschlaf und es ist ein Anliegen des Autors diese Relikte dem Leser kundzutun.
Cover Ein bronze-bis hallstattzeitliches Siedlungsareal über dem Illertal bei Bellenberg

Das zweibändige Werk, gegliedert in Band 1 Texte und Band 2 Tafeln, arbeitet die langjährigen Ausgrabungen bei Bellenberg seit 1983 mit ihren Ergebnissen auf. Die archäologische Siedlungsfläche liegt im Bereich eines heute durch Lehmabbau genutzten Geländes. Das Buch gibt durch die umfangreiche Fundvorlage einen Einblick in die verschiedenen Siedlungsphasen von der Bronzezeit bis zur Hallstattzeit. Die archäologischen Themenbereiche umfassen hierbei Pfostenhäuser, Grubenhäuser, Erdkeller, handwerkliche Arbeitsbereiche, Herdstellen, rituelle kultische Niederlegungen und Bestattungen. Wer sich über die Vorgeschichte an der Lehmgrube Ziegelei Wiest ein Bild machen möchte und über archäologische Vorkenntnisse verfügt, dem sei dieses umfangreiche Werk empfohlen.


Cover Sagen, Anekdoten und Geschichtserzählungne aus dem Landkreis Neu-Ulm

Der Landkreis Neu-Ulm verfügt über eine stattliche Anzahl von „sagenhaften“ Geschichten. Sie sind in dem Büchlein auf 128 Seiten zusammengefasst. Von der „Urzeit“ bis ins letzte Jahrhundert reicht der Bogen der Erzählungen mit teilweise amüsanten Ausführungen. Den jeweiligen Punkt zu finden und abzuwägen, an welchem die Erzählung vom historisch Fundierten zur reinen Fiktion wird, bleibt dem Leser überlassen. Zuviel wissenschaftliche Skepsis scheint dabei jedoch nicht angebracht zu sein. Sagen, Anekdoten und Geschichtserzählungen sollte man wie Märchen am besten mit den Augen eines Kindes neugierig, staunend und fantasievoll lesen.
Buchcover: Der Landkreis Neu-Ulm und seine Vorläufer

Die Dokumentation, herausgebracht zum 40. Jubiläum der Verwaltungsreform, beginnt mit ihren Ausführungen zur Landkreisverwaltung in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Landgerichte durch Bezirksämter abgelöst wurden und die Verwaltungsoberhäupter noch Bezirksamtmänner waren. Nach fast 80 weiteren Jahren gab es eine erneute Änderung: Aus den Bezirksämtern wurden Landratsämter, die uns heute bekannte Verwaltungseinheit.

Sämtliche Bezirksamtmänner und Landräte der Bezirke Neu-Ulm und Illertissen werden in dem Buch mit ihren einzelnen Biographien ausführlich beschrieben. Weiterhin ist die Landkreisreform von 1972 dargestellt, als aus den Altlandkreisen Neu-Ulm und Illertissen der moderne Landkreis Neu-Ulm konstruiert wurde. Auf 136 Seiten erfährt der Leser alles Wissenswerte zur Geschichte der Landkreisverwaltung.
Cover Die keltische Viereckschanze bei Beuren

Keltenschanzen gehören in Süddeutschland zu einem gängigen archäologischen Bodendenkmal. Sie sind im Gelände noch mehr oder weniger durch ihr Wall-Grabenwerk erkennbar. In Beuren, im Landkreis Neu-Ulm, gibt es hierzu eine der flächenmäßig größten Anlage. Da die Keltenschanze in Beuren komplett unter Ackerland liegt und die Erosion der Oberfläche und die Auspflügung  von archäologischem Gut eine große Gefahr der unwiederbringlichen Befunde mahnte, entschloss die Kreisarchäologie Neu-Ulm, die Schanze durch Grabung zu untersuchen. In den Jahren 1996 bis 2001 fanden archäologische Grabungen statt. Im Buch werden auf 248 Seiten sowie 37 Tafeln und einigen Großplänen die Ergebnisse dargelegt und diskutiert. Die keltische Schanze von Beuren ist als befestigte Keltensiedlung mit einem Tempel zu interpretieren.
Publikation Zwangsarbeit in Stadt und Kreis Neu-Ulm im Dritten Reich

Rund 6.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Russland, der Ukraine, Polen und Frankreich haben in den Jahren 1940 bis 1945 im heutigen Landkreis Neu-Ulm gelebt. Sie wurden zwangsverpflichtet, verschleppt oder unter falschen Versprechen hergelockt und in Industriebetrieben sowie in der Landwirtschaft zwangsweise eingesetzt.

Die 148-seitige Dokumentation gibt umfassenden Aufschluss über die Anzahl und Arbeitsbedingungen von Fremdarbeiterinnen und Fremdarbeitern in den einzelnen Betrieben, belegt durch reichlich archivalisches Material.
Cover die Pfarrkirche St. Laurentius in Thalfingen

1985 wurde im östlich von Ulm gelegenen Thalfingen bei Renovierungsarbeiten die Kirche St. Laurentius archäologisch untersucht. Die Kreisarchäologie Neu-Ulm konnte hierbei vier Vorgängerkirchen feststellen, deren Alter bis ins Frühmittelalter zurückreicht. Besonders zu erwähnen, sind angeschmolzene Glockenteile, die für das 8. Jahrhunderts eine Glocke belegen. Neben archäologischen Auswertungen sind im Buch auch anthropologische Untersuchungen und Tierknochenbestimmungen zu finden. Des Weiteren werden Darstellung der Grabungsbefunde und archäologische Funde einer nahen bäuerlichen Hofstelle und vom alten Pfarrhof vorgestellt.
Buchcover der Altenstadter Mühlbach im Unteren Illertal

Für viele Bürgerinnen und Bürger fließt der Altenstadter Mühlbach heute von Filzingen bis Illerzell unbemerkt durch die Landschaft des Unteren Illertals. Vor allem in früheren Zeiten, als es noch keinen Strom und Kraftstoffmotoren gab, war das Gewässer als Kraftquelle über Mühlwerke unverzichtbar. Die Nutzung des Wassers war ein wichtiger Gewerbefaktor und eigentlich die Grundvoraussetzung für die Industrialisierung im Illertal. Neben den einzelnen Mühlen mit ihrer Technik werden in dem Buch auch wirtschaftliche und sozialgeschichtliche Themen angesprochen. Zudem werden Einblicke in Wasserrechtsfragen und daraus teilweise sich ergebende Streitfälle vorgestellt. Der Altenstadter Mühlbach ist heute eng verknüpft mit dem Altenstadter Kanalverband. Er regelt die Nutzung und Unterhaltung des Gewässers, denn zahlreiche ehemalige Mühlenstandorte sind heute als stromliefernde Wasserkraftwerke in Betrieb und helfen die nachhaltige Energieversorgung zu unterstützen. Das Buch hat 408 Seiten mit zahlreichen historischen Aufnahmen zu Technik, Müllern und Wasser.
Cover Keltische Stahl- und Eisenproduktion im Rothtal

Heute ist Eisen ein alltäglicher Werkstoff, vor etwa 2.300 Jahren war er im Landkreis Neu-Ulm und dem ganzen Süddeutschen Raum ein Novum der Kelten. Kannte man bis dahin nur Stein, Bronze und Holz als nutzbaren Werkstoff, so entwickelte sich die neue Technologie der Eisenproduktion aus Raseneisenerz. Im Buch werden alle bis dahin bekannten Verhüttungsplätze im Landkreis Neu-Ulm wissenschaftlich diskutiert. Ebenso sind Ergebnisse verschiedener Grabungen von Verhüttungsplätzen bei Emershofen, Osterberg, Unterroth und Zusmaltheim archäologisch vorgestellt. Metallographische Untersuchungen von Schlacken, Barren und Eisenobjekten aus der Keltenzeit ergänzen das Werk. 196 Seiten geben Aufschluss über ein sehr spannendes archäologisches Thema.


Buchcover Alt- und Mittelsteinzeit im westlichen Bayerisch-Schwaben

Zwar hat der Autor bei seinen Forschungen zur frühen Steinzeit im Landkreis Neu-Ulm und den angrenzenden Gebieten Adam und Eva nicht nachweisen können, dafür aber gelangen ihm die ältesten Nachweise der menschlichen Begehung des Gebietes zwischen Iller und Günz in der Zeit des Neandertalers vor etwa 50.000 Jahren zu dokumentieren. In beinahe 20 Jahren Feldprospektion hat Peter Wischenbarth vor allem zahlreiche Fundplätze des spätpaläolithischen bis spätmesolithischen Sammler und Jäger (12.000–6.500 v. Chr.) anhand von Steinartefakten auffinden können. Auf 196 Seiten und 214 ganzseitigen Abbildungstafeln werden die aus Stein gefertigten Objekte des steinzeitlichen Alltagslebens fachlich dargelegt und diskutiert.
Cover Das spätrömische Grenzkastell Caelius Mons-KellmünzDer Ausgräber Michael

Mackensen erläutert in der kleinen Broschüre die Forschungs- und Ausgrabungsgeschichte des römischen Kastells. Nach einem geschichtlichen Überblick werden vor allem die Ergebnisse der Ausgrabungen von 1986 bis 1993 dargestellt und umfassende Vergleiche der Funde und Befunde mit ähnlichen römischen Fundstellen in Europa vorgenommen und dem Leser plausibel vorgeführt. Die Broschüre bietet sich als thematische Ergänzung zu einem Besuch im Archäologischen Park Kellmünz an.
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