Seniorenbeauftragte tauschen sich über Aufgaben aus


Wie können der Landkreis und seine Kommunen die Lebensbedingungen für Seniorinnen und Senioren weiter verbessern? Dieser Frage gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Austauschtreffens für Seniorenbeauftrage in den Kommunen mit den hauptamtlichen Kräften in den Rathäusern und im Landratsamt nach. Der Schwerpunkt lag dabei auf einem Eckpunktepapier rund um das Aufgabengebiet der Kommunalen Seniorenbeauftragten vor Ort. Es dient als Leitfaden für die gemeindliche Seniorenarbeit und kann je nach Situation in den Gemeinden individuell ausgelegt und angepasst werden. Darin wird unter anderem auf mögliche Aufgaben der Seniorenbeauftragten, den Auf- und Ausbau spezieller Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch Dritte eingegangen.

Ein weiteres Thema war die Erreichbarkeit der Kommunalen Seniorenbeauftragten sowie der Kreis-Seniorenbeauftragten für die Seniorinnen und Senioren. Aber auch eine schnelle Kontaktmöglichkeit der Ehrenamtlichen untereinander wurde an diesem kurzweiligen Nachmittag besprochen.

Ältere Menschen sind in den Kommunen längst keine Randgruppe mehr. Bereits heute stellen sie in einigen Städten, Märkten undGemeinden die größte Bevölkerungsgruppe und dies wird zukünftig auch im Landkreis Neu-Ulm immer häufiger der Fall sein. Die kommunale Seniorenpolitik steht angesichts des sozialen und demografischen Wandels vor großen Herausforderungen. Bevölkerungsrückgang, wachsende kulturelle Differenzierungen, Veränderungen in der Familien- und Altersstruktur sowie im Wertesystem bringen einschneidende Veränderungen mit sich.

Dass auch im Landkreis Neu-Ulm nach und nach ein Umdenken im Umgang mit der älteren Bevölkerung stattfindet, zeigt sich darin, dass in den Städten, Märkten und Gemeinden in letzter Zeit vermehrt „Kommunale Seniorenbeauftragte“ als direkte Ansprechpartner bestellt wurden. Zweck und Aufgabe der Seniorenbeauftragten ist die Wahrnehmung und Förderung der besonderen Belange und Interessen älterer Menschen sowie ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Damit sich die Akteure kennenlernen und vernetzen können, fand im Landratsamt Neu-Ulm ein erstes Treffen statt. Eingeladen hatte der Fachbereich Soziales und Senioren im Rahmen des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts für den Landkreis Neu-Ulm. Auch die Kreis-Seniorenbeauftragte, Hildegard Mack, die als Bindeglied zwischen Verwaltung und den Kommunalen Seniorenbeauftragten agiert, war dabei. Nach dem gelungenen Auftakt sind weitere Treffen zu unterschiedlichen Themen in der Seniorenpolitik geplant.

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