Breites Impfangebot nutzen


Seit mittlerweile vier Monaten gibt es im  Landkreis Neu-Ulm mobile Impfangebote, um unterschiedliche Orte und Einrichtungen wie Schulen zu besuchen. Ziel ist es, den Menschen vor Ort ein niederschwelliges Impfangebot zu machen und damit zum Eindämmen der Corona-Pandemie beizutragen. Auch für den November sind weitere Sonderimpfaktionen geplant, so dass ein Impfbus beinahe täglich im Einsatz sein wird. Dabei sind neben dem Besuch von Schulen und Asylunterkünften auch wieder öffentliche Termine für alle in verschiedenen Kommunen des Landkreises geplant. Dazu zählen Elchingen, Burlafingen, Pfuhl, Bellenberg, Schießen, Kadeltshofen und Attenhofen, Ludwigsfeld und Nersingen. In der Kalenderwoche 47 und 48 macht der Impfbus eine Rückrunde und fährt die Stationen an, die er vor vier Wochen besucht hat. Dadurch erhalten die Personen vor Ort die Möglichkeit zur Zweitimpfung. Dazu zählen unter anderem Holzheim, Unterroth und Oberroth. Die genauen Standorte und Uhrzeiten werden noch bekannt gegeben.

Mit der Impfung trägt man nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz der Mitmenschen bei, die sich (noch) nicht impfen lassen können. Darauf ging auch Landrat Thorsten Freudenberger in der heutigen Kreistagssitzung mit Blick auf die rasant steigenden Fallzahlen ein. "Die Situation ist sehr angespannt", teilte Landrat Thorsten Freudenberger unter dem Tagesordnungspunkt "Informationen und Anfragen" mit. Erstmals überhaupt ist die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfektionen im Landkreis Neu-Ulm über 300 (311,7) geklettert. In den Kliniken befanden sich gestern 21 Corona-Patienten. Davon wurden vier intensivmedizinisch behandelt.

Die "hohe Inzidenz" führe zu einer Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Öffentlichen Gesundheitsdienst des Landkreises (ÖGD) und in den Kliniken der Kreisspitalstiftung. Seit anderthalb Jahren arbeite das bei der Pandemie-Bekämpfung eingesetzte Personal "weit über der Belastungsgrenze": "Die Kolleginnen und Kollegen leisten Übermenschliches." Sie seien aber "nicht beliebig weiter belastbar", betonte Freudenberger.

Um der massiven Infektionswelle Herr zu werden, würden zusätzliche Einsatzkräfte benötigt. Das Landratsamt hat damit begonnen, intern und extern weiteres Unterstützungspersonal einzusetzen.

Freudenberger appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, sich möglichst impfen zu lassen: „Eine hohe Impfquote ist wichtig!“ Derzeit liegt die Impfquote (Anteil der geimpften Personen im Vergleich zur Gesamtbevölkerungszahl) im Landkreis Neu-Ulm bei 63,0 Prozent (mindestens einmal geimpft) beziehungsweise 61,9 Prozent (vollständig geimpft).

Impfungen sind im Impfzentrum des Landkreises in Weißenhorn sowie über die mobilen Angebote möglich.

Impfzentrum Weißenhorn
ehemaliger Feneberg-Supermarkt

Kammerlander Straße 1, 89264 Weißenhorn

Montag, Mittwoch, Freitag: 12:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 09:00 bis 14:00 Uhr
(An Allerheiligen, 01.11.2021, ist das Impfzentrum geschlossen)

Das Impfzentrum ist barrierefrei.

Alle Termine finden Sie unter:

https://corona.landkreis-nu.de/de/sonderimpfaktionen.html

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