„Schneller nach München“


Vom südlichen Landkreis über Memmingen auf den schnellsten Weg nach München. Die Elektrifizierung des Schweizer Fernverkehrszuges auf der Strecke Memmingen-München vor einem Jahr bedeutet auch für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neu-Ulm eine wichtige Verbesserung. So ist man in einer Stunde und fünf Minuten von Memmingen in München. Die Anbindung des südlichen Landkreises erfolgt über die Linie RE75 (Ulm-Kempten), die stündlich den sogenannten Knotenpunkt Memmingen bedient, so dass die Fahrzeitverkürzung nach München auch im Illertal (Illertissen, Bad Grönenbach, Dietmannsried) spürbar wird.

Erfreulicherweise fahren künftig von den neuen blauen Nahverkehrszügen des Typ’s FLIRT3 täglich acht Zugpaare (RE) als Expresszüge von Memmingen nach München. Sie sind damit ebenso schnell wie die Fernverkehrszüge, obwohl sie außer in Buchloe auch in Mindelheim und Türkheim sowie in München-Pasing halten. Trotzdem fällt kein Aufpreis an, da die gleichen Tarife wie beim übrigen Personen-Nahverkehr gelten. Dies ist eine große Fahrzeitverkürzung, die bei den Bahnkunden sicher gut ankommt. „Die Angebotserweiterung ist für die Pendler und Reisenden eine erfreuliche Botschaft“, so Landwirtschaftsminister a. D. Josef Miller, der sich seit vielen Jahren für die Verbesserungen im Schienenverkehr engagiert, und Landrat Thorsten Freudenberger.

Weil die Züge schneller und öfter verkehren und vor allem umweltfreundlicher sind, ist der Zug dem Auto häufig überlegen. Die Fahrzeit kann beispielsweise zum Arbeiten genutzt werden, denn lle Züge verfügen über einen WLAN-Anschluss. Freudenberger und Miller: „Mit diesem Zugangebot wird ein großer Beitrag zu den politischen Forderungen nach umweltfreundlicher Mobilität und mehr Klimaschutz geleistet. Der Umstieg auf die Bahn bietet eine attraktive Alternative zum Auto.“

„Zudem braucht man nun nicht mehr auf den Fahrplan schauen, da der Taktfahrplan leicht im Kopf zu behalten ist“, so Freudenberger. Das bedeutet, dass sie in jeder Stunde von Memmingen nach München mit einer Fahrzeit von einer Stunde verkehren. Gegenüber den übrigen Zügen beträgt die Zeitersparnis knapp eine halbe Stunde. Zwischen Memmingen und Lindau gibt es für alle Stationen ein stündliches Zugangebot. Hiervon profitieren auch die angrenzenden Kommunen in Baden-Württemberg.  „Wir freuen uns mit den direkten Anliegern der Stecke und werten die positiven Erfahrungen als wichtiges Signal für den weiteren Ausbau des Schienenpersonenverkehrs in unserer Region. Mit der Regio S-Bahn Donau-Iller konnten wir in den vergangenen Tagen ebenfalls einen wichtigen Meilenstein setzen und sehen der weiteren Entwicklung positiv entgegen“, so die beiden Politiker. Denn dass die länderübergreifende Zusammenarbeit funktioniert, zeigt sich auch durch die drei weiteren Linien der Regio S-Bahn, die letztes Wochenende ihren Betrieb aufgenommen hat.

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