Digitaler Runder Tisch "Soziale Folgen der Corona-Pandemie"


Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf unsere Gesellschaft? Dem Neu-Ulmer Landrat Thorsten Freudenberger ist es in dieser aktuellen Debatte ein besonderes Anliegen, die sozialen Belange nicht aus dem Blick zu verlieren. Deshalb hat er in dieser Woche zu einem Digitalen Runden Tisch geladen, um über „Soziale Folgen der Corona-Pandemie – aktuelle Entwicklungen und gemeinsame Zukunftsperspektiven“ zu sprechen.

Rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten sozialen Bereich nahmen die Einladung an – vom Schulamt über den Kreisjugendring bis zu Seniorenvertretungen. Landrat Freudenberger stellte gleich zu Beginn die für ihn wichtigste Frage: „Was können wir tun, um die sozialen Folgen der Krise abzumildern?“ Und es zeigte sich während der regen Debatte, dass es hierfür bereits viele gute Ideen gibt, die teilweise schon in der Umsetzung sind.

Denn – so viel wurde auch deutlich – die Auswirkungen sind in allen gesellschaftlichen Bereichen enorm: Bei Kindern und Jugendlichen werden Entwicklungsverzögerungen und schulische Defizite konstatiert, ältere Menschen leiden unter Einsamkeit und fühlen sich von der digitalen Welt abgehängt, Migrantinnen und Migranten werden nicht optimal erreicht und Familien stehen unter einer hohen Belastung.

Doch für viele habe sich die Situation glücklicherweise schon wieder etwas entspannt. Die Offenhaltung von Kitas und Schulen spielt hierbei eine entscheidende Rolle – darin waren sich alle einig. Letztlich sind es die Wiederaufnahmen von Kontakten, die allen Menschen helfen, von den Jüngsten bis zu den Ältesten. „Die Bedeutung von Beziehungen in jeglicher Form ist während dieser Krise sehr klar geworden“, fasste Landrat Freudenberger zusammen. Und diese gelte es nun schrittweise wieder aufzunehmen, auszubauen und zu pflegen.

„Es gibt in vielen Bereichen bereits großartige Angebote“, stellt Landrat Freudenberger fest: Unterstützungs- und Beratungsangebote ebenso wie Freizeitaktivitäten und Projektarbeit – digital und, wo möglich, wieder mit persönlichem Kontakt. Ein großes Problem hierbei, auch da herrschte große Einigkeit, sind der Personalmangel und der Verlust zahlreicher Ehrenamtlicher. „Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre“, ist sich Landrat Freudenberger sicher, „und die Ehrenamtlichen müssen vielfach neu gewonnen werden.“

„Das Engagement ist enorm“, stellt Landrat Freudenberger nach der Debatte fest und freut sich über eine optimistische Grundstimmung, trotz aller drängender Probleme. Wichtig seien ein gutes Miteinander und eine offene Kommunikation. Das Landratsamt biete, wo immer möglich, seine Unterstützung an. Konkret geplant sind unter anderem bereits ein Fördertopf für Projekte an Schulen in Höhe von 5000 Euro über die Digitale Bildungsregion sowie ein Fördertopf zur Minderung von Lernlücken in Kooperation mit der Volkshochschule in Höhe von 10.000 Euro. Auch die diesjährige Regionale Bildungskonferenz wird sich mit dem Thema „Folgen der Pandemie im Bildungssektor“ auseinandersetzen.

Thorsten Freudenberger dankte allen für die offene und konstruktive Diskussion, die im Frühjahr fortgesetzt werden soll. „Denn auch das hat sich gezeigt – ein Austausch wie dieser ist wichtig und tut allen gut.“Digitaler Runder Tisch "Soziale Folgen der Corona-Pandemie"

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