Hilfsbereitschaft im Landkreis Neu-Ulm ist weiter sehr groß


Die Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Neu-Ulm gegenüber den Menschen, die aus der Ukraine flüchten, ist ungebrochen groß. So erreichen das Landratsamt weiterhin Angebote für Wohnraum zur mittel- und längerfristigen Unterbringung Geflüchteter.

Während der Eingang der Angebote automatisch bestätigt wird, werden sie anschließend erfasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüfen nach und nach jedes einzelne Angebot. Bei der Vielzahl kann es jedoch einige Tage dauern, bis die Bürgerinnen und Bürger einen Termin zur Besichtigung mitgeteilt bekommen. Und auch danach können nochmals einige Tage vergehen, bis tatsächlich Flüchtlinge untergebracht werden können. Zuvor müssen die Rahmenbedingungen wie Miete oder Betriebskostenübernahme geklärt und vertraglich festgehalten werden. Mancherorts müssen die Wohnungen noch ausgestattet werden. Darüber hinaus prüft das Landratsamt, dass die Wünsche und Anforderungen von Mietern und Vermietern möglichst gut zusammenpassen, sodass ein harmonisches Zusammenleben auch längerfristig möglich ist – all das nimmt Zeit und Ressourcen in Anspruch. Aktuell stehen noch rund 160 Angebote zur Überprüfung aus.

Zwei Hallen in Pfuhl sowie eine Halle in Nersingen werden für die Erstaufnahme genutzt. Geflüchtete sollen hier für maximal 48 Stunden unterkommen und im Anschluss längerfristig eine Bleibe finden. Bereits in zwei größeren Objekten in Reutti sowie in Illertissen können aktuell insgesamt rund 90 Personen für die nächsten Monate wohnen. Während die Geflüchteten in Reutti schon seit mehreren Wochen untergebracht sind, ist Illertissen seit vergangener Woche belegt. Diese ursprünglich private Initiative wird nun vom Landkreis unterstützt.

Für alle Unterkünfte gilt, dass die Hilfe vor Ort von den Kommunen – teilweise über Helferkreise – koordiniert wird. Wer Hilfsgüter abgeben möchte wird deshalb gebeten, sich vorab mit seiner Kommune in Verbindung zu setzen und nicht auf eigene Faust zu den Unterkünften zu fahren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städte und Gemeinden wissen, was vor Ort benötigt wird. Wer sich beispielsweise als Übersetzer engagieren möchte, kann sich über https://www.landkreis-nu.de/Ukrainehilfe an das Landratsamt Neu-Ulm wenden. Auch hier gilt, dass die eingehenden E-Mails nach und nach bearbeitet werden.

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