Zwei der Stützen des städtischen Lebens in Vöhringen ausgezeichnet


Für ihre besonderen Verdienste im Ehrenamt hat Dr. Markus Söder zwei Persönlichkeiten aus Vöhringen jeweils das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen. Landrat Thorsten Freudenberger überreichte Silvia Unseld und Alois Heinrich im Landratsamt Neu-Ulm die hohen Auszeichnungen.

Silvia Unseld erhielt die Würdigung für ihr ehrenamtliches Wirken in der Kirche, wo sie sich seit bald 25 Jahre als Pfarrgemeinderätin engagiert. „Bei fast allen kirchlichen Aktivitäten sind Sie bei der Organisation und Ausführung mit viel Herzblut dabei. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit den anderen Vöhringer Pfarreien in der Pfarreiengemeinschaft“, führte der Landrat aus. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art erfülle Silvia Unseld ihre Aufgaben seit vielen Jahren in souveräner Manier und werde allseits geschätzt.

Sie war von 2002 bis 2014 stellvertretende Vorsitzende und von 2014 bis 2018 Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Ulrich Illerzell. Seit 2014 ist sie nun im gemeinsamen Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen aktiv.

Dabei gründete Silvia Unseld im Jahr 2007 den Frauentreff „65 plus“, der sich seither - meist im zweimonatlichen Rhythmus - zu Kaffee und Kuchen sowie einem jeweils unterhaltsamen Programm trifft. Auch das „Adventsmärktle“ geht auf Silvia Unselds Initiative zurück. 2014 fand es zum ersten Mal statt. Der Erlös fließt alljährlich an die Pfarrei St. Ulrich.

Alois Heinrich hat sich das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten durch sein Jahrzehnte langes, vielfältiges Engagement im SC Vöhringen verdient. Außerdem brachte er sich in den letzten Jahren intensiv in die kommunale Seniorenarbeit ein.

1967 trat Alois Heinrich in den SC Vöhringen ein. Was als aktiver Handballspieler begann, setzte sich als stellvertretender Abteilungsleiter sowie Abteilungsleiter Handball fort. Jahrelang war er zudem Hallensprecher bei den Heimspielen der Vöhringer Handballer. Heute übernimmt Alois Heinrich bei Veranstaltungen des Vereins die Moderation und führt durchs Programm.

Nach seinem tatkräftigen Wirken in der Handballabteilung übernahm Alois Heinrich 1995 den Vorsitz des SCV-Fördervereins. Bis 2012 blieb er 17 Jahre lang Fördervereinsvorsitzender.

Zwei Jahre später begann Alois Heinrichs dritte Karriere beim SC Vöhringen: Von 2014 bis 2021 war er Abteilungsleiter der Stockschützen. In diese Zeit fiel auch der Neubau der Stockerbahnen. Viel Anerkennung erworben hat er sich zudem als „Nachwuchsscout“. Immer wieder gelang es ihm, Talente für das Stockschießen zu begeistern.

Für die ältere Generation organisiert Alois Heinrich regelmäßig Ausflüge, die immer sehr gut angenommen werden. Während der heißen Phase der Corona-Pandemie war Alois Heinrich die treibende Kraft bei der Gründung und Organisation eines Helferkreises für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Mit einem Shuttle-Service fuhr das Team Heinrich viele Seniorinnen und Senioren zum Impfen und war ihnen auch beim Ausfüllen und Versenden der Anmeldungen übers Internet behilflich.

Diese Anstrengungen, so Landrat Freudenberger, sind „gar nicht hoch genug einzuschätzen. Das ist ein vorbildliches bürgerschaftliches Engagement, weit über das hinaus, was der Staat und die Kommune allein mit ihren Strukturen bewerkstelligen können“.

Alois Heinrich dankte und sagte, er nehme die Auszeichnung „auch stellvertretend für alle Menschen im Landkreis entgegen, die sich ehrenamtlich engagieren“. Vöhringens Rathauschef Michael Neher würdigte beide Geehrten als zwei der „wichtigsten Stützen des gesamten städtischen Gemeinwesens“.

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Für ihr großes Engagement im Vöhringer Gemeinschaftsleben überreichte Landrat Thorsten Freudenberger (ganz links) Silvia Unseld (Zweite von links) und Alois Heinrich (Dritter von links) das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Auch Vöhringens Bürgermeister Michael Neher (ganz rechts) gratulierte.                                                                  

Foto: Jürgen Bigelmayr / Landratsamt Neu-Ulm

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