Mit Lamas auf Tuchfühlung


Auf Tour mit den Lamas und Alpakas in Buch.Gespitzte Bananenohren und ein flauschiges Fell – tierische Begleiter gab es dieses Jahr beim Tag der Blinden und Sehbehinderten des Landkreises Neu-Ulm. So ging es zu einer Lama- und Alpakazucht in Buch, auf der die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Tieren einen Spaziergang durch die Natur machen konnten oder sie vor Ort streicheln durften.

Nach zwei Jahren Pause – bedingt durch die Corona-Pandemie – fand wieder ein Tag der Blinden und Sehbehinderten statt, den der Landkreis traditionell einmal im Jahr organisiert. „Ich freue mich, dass es uns jetzt wieder möglich war, zu unserem regelmäßigen Treffen einzuladen“, sagte Manuel Fink, Behindertenbeauftragter im Landratsamt Neu-Ulm und Organisator der Veranstaltung. Zum ersten Mal führte der Ausflug nach Buch und Unterroth. Los ging es mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Valentin in Buch. Dabei sprachen die Pastorale Mitarbeiterin Christine Birle und die Mesnerin Gabriele Zell die unterschiedlichen Sinne an. Zur Begrüßung gab es Wiesenblumen und neben gemeinsamen Liedern lauschten die Zuhörerinnen und Zuhörer der Geschichte vom barmherzigen Samariter. Danach stand der Besuch der Lama- und Alpakazucht auf dem Plan, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einiges über die Tiere erfuhren. Besonders im Mittelpunkt des Interesses stand die Frage „Wie es denn mit dem Spucken der Lamas aussehe?“ Hier konnte Stefanie Weis von der Lama- und Alpakazucht Entwarnung geben. „Die Lamas spucken normalerweise nie Menschen an. Das Spucken dient dazu, die Rangordnung in der Herde festzulegen oder sie spucken, wenn sie sich bedroht fühlen.“

Gottesdienst in St. Valentin in Buch.

Zum Abschluss des Treffens ging es zum gemeinsamen Essen in eine Gaststätte in Unterroth. Dort gab es noch einmal Zeit für gemeinsame Gespräche und Begegnungen. Mit vor Ort waren Landrat Thorsten Freudenberger sowie Markus Wöhrle, Bürgermeister Markt Buch, und Norbert Poppele, Bürgermeister von Unterroth. Einig waren sich alle darin, dass es sich beim Blinden- und Sehbehindertentreff um eine besondere Veranstaltung im Landkreis handelt. „Es geht so viel Mut und Lebensfreude von Ihnen aus, dass sich jeder nur ein Beispiel daran nehmen kann“, sagte Landrat Thorsten Freudenberger. „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nach dieser erzwungenen Pause nun wieder zusammen sein können, uns begegnen können und gemeinsam einen so wunderbaren Tag verleben dürfen.“

Ein besonderer Dank ging an die freiwilligen Helferinnen und Helfer vom Landratsamt, welche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die keine eigene Begleitperson hatten oder nicht mobil waren, von zu Hause abholten und durch den Tag begleiteten.

Am Schluss trennten sich alle wieder im Bewusstsein, gemeinsam einen schönen Tag verbracht zu haben, und mit der Vorfreude auf das nächste Treffen.

Gottesdienst in St. Valentin in Buch.Ein Lama.Auf Tour mit den Lamas und Alpakas in Buch.

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