Digitalisierung kann tägliches Leben erleichtern


Die Zahl der Seniorinnen und Senioren im Landkreis Neu-Ulm steigt kontinuierlich. Der Anteil der Bevölkerung der über 65-jährigen beträgt schon jetzt rund 25 Prozent. Daher muss auch in der Seniorenpolitik ein Umdenken stattfinden. Viele ältere Menschen sind heutzutage über Jahre hinweg noch rüstig und möchten sich auch in der Rente in die Gemeinschaft einbringen.

Daher hat der Fachbereich Soziales und Senioren des Landratsamts Neu-Ulm zu einem weiteren Treffen aller Kommunalen Seniorenbeauftragten sowie hauptamtlicher Kräfte in den Städten, Märkten und Gemeinden eingeladen. Als Bindeglied zwischen dem Landratsamt und den Seniorenvertretern nahm auch die Kreis-Seniorenbeauftragte Hildegard Mack teil.

Der Schwerpunkt des Treffens lag diesmal auf dem Thema „Digitalisierung im Alter“. So müssen zum einen die Seniorinnen und Senioren, die noch keine oder wenig Erfahrung im Umgang mit Computern, Laptops, Smartphones und Internet haben, wegen der zunehmenden Technisierung im Alltag (Online-Banking, Internet-Shopping, Formularservice usw.) abgeholt werden. Zum anderen wachsen immer mehr ältere Menschen in die Digitalisierung hinein und nutzen die neuen Medien bereits in ihrer Freizeit. Denn die Digitalisierung hat gerade in den letzten beiden Jahren gezeigt, dass sie bei richtiger Anwendung das tägliche Leben erheblich erleichtern kann.

Alexandra Jussli und Kathrin Kim, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der Hochschule Neu-Ulm (hnu), erläuterten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand einer Präsentation anschaulich, wie diese Gruppe im Alltag an die Digitalisierung herangeführt werden kann. Diese basiert auf dem Projekt SITTT (Senior IT Think Tank) des Instituts für Dienstleistungsmanagement und dem Projektträger InnoSÜD, das unter anderen zusammen mit älteren Menschen Strategien zur Verbesserung des Wohlbefindens und gesellschaftlicher Teilhabe erforscht.

Nach dem Vortrag war das Interesse geweckt: Aus den Reihen der Teilnehmenden wurden viele Fragen gestellt. Besonders am Herzen lagen den Teilnehmenden die Senioren, die überhaupt noch keinen Zugang zu digitalen Medien gefunden haben. Hier ist die Gefahr groß, dass sie zunehmend weniger am Leben teilhaben können und sich zurückziehen. Daher gilt es, Erfolgserlebnisse im Umgang mit neuen Medien bei den Senioren zur wecken.

Ein abschließender, kurzer Impulsvortrag zu einer Gesundheits-App stieß ebenfalls auf reges Interesse. So kristallisierte sich heraus, dass die intensive Einbindung von Seniorinnen und Senioren als Nutzer/in bei der Handhabe unbedingt erforderlich ist.

Marc Löchner, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion plus Landkreis Neu-Ulm stellte anschließend verschiedene Veranstaltungen vor, die bereits stattgefunden haben oder in naher Zukunft angeboten werden.

Auch die kostenlose, telefonische Seniorensprechstunde der Kreis-Seniorenbeauftragten Hildegard Mack wird gut angenommen. Die nächste Sprechstunde ist am Mittwoch, 6. Juli 2022, von 10:00 bis 12:00 Uhr, Telefon: 7040-52590.

Weitere Informationen im Internet gibt es unter www.landkreis-nu.de sowie unter www.innosued.de.

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