Gartengeräte können für Igel eine tödliche Falle sein


Im Sommer laufen Rasenmäher, Mähroboter und Heckenscheren auf Hochtouren. Sehr zum Leidwesen von vielen Igeln. Der Hang des Menschen, sein Grün zu stutzen, wird für die Stacheltiere oft zur tödlichen Falle.

Igel sind nachtaktiv und begeben sich bei Dunkelheit auf Nahrungssuche. Tagsüber suchen sie dagegen den Schatten unter Büschen oder Sträuchern. Freischneider, mit denen unter Hecken gemäht wird, können die Tiere lebensgefährlich verletzen. Umgekehrt wird ihnen ihre Strategie, sich bei Gefahr einzurollen, zum Verhängnis. Wenn sie mit Mährobotern in Berührung kommen, können sie deshalb bei ihrer nächtlichen Nahrungssuche massive Verletzungen erleiden.

Denn was viele Gartenbesitzer nicht wissen: Die automatischen Rasenmäher stoppen nicht bei einem Kontakt mit einem Tier. Sie sollten daher nur am Tag eingesetzt werden.

Was können wir Menschen sonst noch für die Wildtiere tun, um  ihnen über den Sommer zu helfen? „Zusätzliche Wasserstellen anbieten“, empfiehlt Stefanie Batke vom Fachbereich „Naturschutz und Landschaftsplanung“ im Landratsamt Neu-Ulm. Diese dienten nicht nur Igeln, sondern auch anderen Tieren als Tränke in der heißen Jahreszeit. „Hier reicht schon ein Blumentopf-Untersetzer, der mit Wasser gefüllt und mit einem Stein beschwert wird“, so die Biologin.

Zudem verschaffen wilde Ecken in Gärten den Igeln einen sicheren Unterschlupf. Laub, Totholz oder Steinhaufen können hier schon gute Dienste leisten und ermöglichen jedem Gartenbesitzer, den eigenen Garten mit wenig Aufwand zum Wohl der Tiere zu gestalten.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf den Seiten des BUND oder NABU: https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/naturgarten/maehroboter oder https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/28166.html.

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Der ideale Lebensraum für Igel: ein „wildes Eck“ in einem Naturgarten.

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Auch im Kreismustergarten in Weißenhorn fühlen sich Igel wohl. Für Kinder ist es ein spannendes Erlebnis, sie zu entdecken.
Fotos (2): Rudolf Siehler / Landratsamt Neu-Ulm

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