Mit Wasser sparsam umgehen


Wegen der anhaltenden Trockenheit führen Flüsse und Bäche im Landkreis Neu-Ulm derzeit flächendeckend niedrige bis sehr niedrige Wasserstände. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und das Landratsamt Neu-Ulm bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Einrichtungen sparsam mit Wasser umzugehen.

Dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth zufolge ist die Situation zwar im Vergleich zum extrem trockenen Sommer 2018 weniger kritisch. „Die aktuelle Hitzeperiode wird uns in den nächsten Tagen und Wochen voraussichtlich aber weiter begleiten und die Situation verschärfen“, lautet die Prognose.

 
Die Gewässerqualität und -ökologie werden durch Niedrigwasser direkt beeinflusst - und indirekt durch Belastungen aus Gewässerentnahmen und Einleitungen. „Auf Wasserentnahmen aus Flüssen und Bächen ist momentan zu verzichten“, appellieren Baudirektorin Gudrun Seidel vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und Gerhard Wieser, der Leiter des Fachbereichs „Wasserrecht und Bodenschutz“ am Landratsamt Neu-Ulm.

Entnahmen in größerem Umfang, wie die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen, benötigen eine wasserrechtliche Genehmigung. Auch im privaten Bereich gilt, dass größere Entnahmen mit automatischen Pumpen nicht genehmigungsfrei sind.

Ein sensibler und bewusster Umgang mit Wasser hilft nicht nur die sichtbaren niedrigen Wasserstände in unseren Gewässern zu schonen, sondern auch dem weniger augenscheinlichen Grundwasser.

Aktuelle Informationen zu den Pegelständen an den Fließgewässern, zum Grundwasser und Lageberichte sind im Niedrigwasser-Informationsdienst (www.nid.bayern.de) abrufbar. Weitere Informationen zu einzelnen Gewässern gibt es auch im Gewässerkundlichen Dienst Bayern (www.gkd.bayern.de) oder direkt bei zuständigen Gebietsabteilungen des Wasserwirtschaftsamts.

Neben der Niedrigwassersituation warnt das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth auch davor, „dass mit großer Hitze das Risiko von Starkregen- und Sturzflutereignissen steigt“, so Baudirektorin Gudrun Seidel. Sie weist hier auf die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes und die Möglichkeit zur Nutzung der WarnWetter-App hin.

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