Noch bis zum 31. Oktober für den Klima- und Naturschutzpreis bewerben


Der Klima- und Naturschutzpreis 2022 ist eines der ersten Projekte von Ellen Baumgärtner, der  neuen Klimaschutzbeauftragten des Landkreises Neu-Ulm. Seit 18. Juli arbeitet die gebürtige Ulmerin, die einst „Jugendfarm“-Kind war, beim Landratsamt Neu-Ulm. Nach einem Monat Einarbeitungszeit mit Vorgänger Florian Drollinger ist sie nun seit 16. August alleine für das Klimaschutzmanagement zuständig.

Während ihres Studiums des Wirtschaftsingenieurwesens (Bachelor) und der Umweltethik (Master) an der Uni Augsburg wanderte Ellen Baumgärtner in ihrer Freizeit mit Freundinnen und Freunden durch die Parks und Wälder und sammelte dabei achtlos weggeworfene Abfälle. „Das könnte ein Beispiel sein, wofür man mit dem Klima- und Naturschutzpreis des Landkreises Neu-Ulm ausgezeichnet werden kann“, sagte Stefanie Batke vom Fachbereich „Naturschutz und Landschaftsplanung“, der den Award gemeinsam mit der Klimaschutzbeauftragten ausschreibt. „Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, erläuterte Batke.

Im Vorjahr – bei der ersten Vergabe des Preises – wurde das Preisgeld von jährlich insgesamt 5.000 Euro an fünf Projekte und deren Trägerinnen und Träger vergeben:

  • „Grüne Meilen“ und „Laufbus“ (Bischof-Ulrich-Grundschule Illertissen);
  • Anlegung eines Staudenbeetes mit 2.700 Frühjahrsblühern und Bau eines Insektenhotels (Lindenschule Bellenberg);
  • „Unser Weg zum grünen Stall“ (Pferdesportverein Roggenburg);
  • Gesamtökologischer Naturschutz und Klimaschutz durch naturnahe, extensive Beweidung (Sebastian Weber);
  • Stillgelegte kommunale Kläranlage wird zum Sekundärbiotop (BUND Naturschutz in Bayern, Ortsgruppe Illertissen).

Die Auszeichnung soll auch heuer wieder an Einzelpersonen, Gruppen, Schulen, Unternehmen, Einrichtungen, Vereine, Verbände oder Organisationen gehen. Prämiert werden mit dem Klima- und Naturschutzpreis insbesondere „stille Helferinnen und Helfer“, die sonst nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Für den Preis kann man sich selbst vorschlagen oder von jemand anderem beziehungsweise anderer vorgeschlagen werden. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2022.

Die Preisverleihung findet im Frühjahr 2023 statt. Alle Bewerbungen werden einer Jury vorgelegt. Die Jury setzt sich aus drei Vertreterinnen oder Vertretern des erweiterten Naturschutzbeirats des Landkreises und zwei Personen aus der Kreisverwaltung zusammen. Die Jury entscheidet über die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger. Der Ausschuss „Klima, Umwelt und Natur“ beschließt dann die Höhe des jeweiligen Preisgeldes. Als Höchstbetrag pro Bewerbung können jeweils 2000 Euro vergeben werden.

Das Bewerbungsformular steht auf der Homepage des Landkreises Neu-Ulm www.landkreis.neu-ulm.de  (Fachbereich „Naturschutz und Landschaftsplanung“) oder unter https://landkreis.neu-ulm.de/de/klima-und-naturschutzpreis.html. Direktlink zum Formular unter: https://formular.landkreis-nu.de/formcycle/form/alias/1/form_1105/

Ellen_Baumgaertner_und_Stefanie_Batke_MG_5316.jpg

Lastenfahrrad und Insektenhotel stehen sinnbildlich für den Klimaschutz beziehungsweise den Naturschutz. Beides fließt im Klima- und Naturschutzpreis des Landkreises zusammen, den heuer die neue Klimaschutzbeauftragte Ellen Baumgärtner (links) und Stefanie Batke (rechts) vom Fachbereich „Naturschutz und Landschaftsplanung“ organisieren.
Foto: Jürgen Bigelmayr / Landratsamt Neu-Ulm

Nach oben