Fahrplanwechsel im DING-Gebiet


Der alljährliche Fahrplanwechsel am  Sonntag, 11. Dezember 2022, bedeutet wieder zahlreiche Änderungen und Verbesserungen bei den Verkehrsangeboten im Verbundraum. Es handelt sich um einen der komplexesten Fahrplanwechsel im Verbundraum der Donau-Iller-Nahverkehrsverbundgesellschaft mbH (DING), der trotz der Energiekrise und Kostensteigerungen umgesetzt wird und Verbesserungen für die Fahrgäste mit sich bringt.

Neuerungen beim Zugverkehr

Mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke am 11. Dezember 2022 startet auch der Regionalverkehr zwischen Ulm und Wendlingen. Der neue IRE200 bedient dabei auch den neuen Bahnhalt Merklingen. Er fährt im Stundentakt den ganzen Tag zwischen Ulm, Merklingen und Wendlingen. In Wendlingen bestehen Anschlüsse an die Regionalzüge in Richtung Stuttgart und Tübingen. Zusammen mit dem Angebot des RE5 über das Filstal verdoppelt sich das Angebot an schnellen Zügen zwischen Ulm und Stuttgart bzw. umgekehrt. Fahrgäste von der Laichinger Alb kommen mit der neuen Zugverbindung nun deutlich schneller nach Ulm bzw. Stuttgart.

Auf der Filstalbahn (R4) und auf der Linie des RE5/MEX16 gibt es ein neues Fahrplankonzept, bei dem die Taktzeiten geändert sind. Der RE5 Stuttgart – Geislingen – Ulm fährt zu anderen Taktzeiten: Abfahrt ab Ulm nach Stuttgart zur Minute 15 und Ankunft in Ulm aus Stuttgart zur Minute 42.

Das Fahrplankonzept des MEX 16 Ulm – Geislingen – Stuttgart wird umfangreich geändert. Es besteht ein ungefährer Stundentakt zwischen Ulm – Geislingen – Stuttgart. Durch deutlich längere Standzeiten in Geislingen soll mehr Betriebsstabilität erreicht werden.

Auch auf der Südbahn (R2) und auf den Linien IRE3/RE5/RS2/RS21 wird das Angebot ausgeweitet. Bei IRE3 und RE5 werden im Abschnitt Ulm – Laupheim – Biberach – Friedrichshafen – Lindau die Abfahrtszeiten geändert und der Takt wird verändert. Der RE5 endet in Friedrichshafen und bietet Anschluss an RB93 nach Lindau. Der IRE3 fährt bis Lindau-Reutin.

Auf der Regio S-Bahn RS2/RS21 zwischen Ulm – Erbach – Laupheim und Biberach wird das Angebot ausgeweitet. Die Züge fahren künftig in einem Halbstundentakt und das ganztägig bis ca. 21:00 Uhr.

Nach 23:00 Uhr werden auf der Südbahn zusätzliche Züge angeboten. Die letzte Regio S-Bahn fährt an Werktagen ab Ulm um 23:35 Uhr, in den Nächten Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag sogar erst um 0:48 Uhr.

Auch auf der Donaubahn (R3) und auf den Linien RE55/RS3 wird das Angebot ausgeweitet. Auf der Regio S-Bahn RS3 wird zwischen Ulm und Blaustein-Herrlingen und teilweise Blaubeuren ein Halbstundentakt eingeführt. Zusätzlich fährt an Schultagen ein neuer Zug von Ulm, Blaustein, Herrlingen nach Blaubeuren mit der Ankunft dort um 7:28 Uhr, der insbesondere auf die Bedürfnisse von Schüler:innen ausgerichtet ist.

Kleinere Anpassungen erfahren die Illertalbahn (R7), RE75/RS7 und die Donautalbahn (R8), RB 15. Auf der Illertalbahn (Strecke Ulm – Illertissen) kommt es punktuell zu geringfügigen Fahrplananpassungen. Auf der Strecke Ulm – Donauwörth – Ingolstadt werden die Taktzeiten der RB15 geringfügig angepasst.

Auf der Strecke des RE9 wird der bisherige „Fugger-Express“ zum 11.12.2022 vom neuen Betreiber Go-Ahead Bayern GmbH übernommen. Auf der Strecke werden fabrikneue, weiß-blaue Triebzüge vom Typ Mireo und Desiro HC vom Hersteller Siemens Mobility eingesetzt. Die neuen Züge fahren auch künftig im Stundentakt. Die Abfahrtszeiten werden umfangreich angepasst. Wichtig zu wissen ist, dass die Züge von Ulm nach München nur noch jede zweite Stunde direkt fahren. In der jeweils anderen Stunde müssen Fahrgäste in Augsburg umsteigen.

Änderungen im Landkreis Neu-Ulm

Das Fahrtangebot auf den Linien 77 und 737 wird geringfügig angepasst. Vormittags sind nur geringfügige Anpassungen im Minutenbereich vorgesehen. In den Nachmittagsstunden wird der derzeitige Baustellenfahrplan auf der Linie 77 in leicht geänderter Form fortgeführt. Die Linie 77 verkehrt alle 80 Minuten. Das Fahrtenangebot der Linie 737 über Finningen wird in die Zwischenlagen geschoben, sodass sich etwa alle 40 Minuten eine Fahrmöglichkeit ab Neu-Ulm in Richtung Reutti und Holzschwang ergibt. Die Gemeinde Elchingen bekommt ab 1. Januar 2023 mit der Linie 591 einen neuen Ortsverkehr. In Verknüpfung mit dem Pfiffibus 5 bekommen die Elchinger Ortsteile damit ein vertaktetes Angebot an allen Wochentagen.

Neues Angebot im Linienbündel Langenau zum 01.01.2023

Im Bereich Langenau/Bernstadt/Beimerstetten wird zum 01.01.2023 ein neues Fahrplankonzept eingeführt. Alle Linien sind unter der Woche auf einen Stundentakt ausgelegt. An Samstagen und Sonn- und Feiertagen wechselt das Angebot zu einem Zwei-Stunden-Takt. Zu den nachfrageschwachen Zeiten werden teilweise Rufbusse (auf Bestellung) eingesetzt. Folgende Linien sind von Änderungen betroffen:

Linie 58 (Ulm – Bernstadt – Langenau): Die Linie bekommt einen neuen Verlauf und fährt dann von Ulm über Albeck, Hörvelsingen, Bernstadt nach Langenau. Der Ortskern von Albeck wird besser durch neue Haltestellen erschlossen. In Albeck können Fahrgäste in die Busse der Linie 582 umsteigen.

Linie 59 (Ulm – Elchingen – Langenau): Die Linie fährt nur noch von Montag bis Samstag zwischen Ulm, Elchingen und Langenau.

Linie 465 (Dornstadt – Beimerstetten): Mit der neuen Linie hat die Gemeinde Dornstadt einen zweistündlichen Anschluss von und nach Stuttgart via Geislingen/Göppingen. In Beimerstetten werden neue Haltestellen bedient.

Linie 582 (Beimerstetten – Bernstadt – Langenau): Die Linie erhält einen neuen Verlauf, neue Halte in Albeck und Beimerstetten und angepasste Fahrzeiten.

Linie 582N (Langenau - Albeck – Göttingen): entfällt.

Linie 593 (Langenau – Niederstotzingen): Die neue Linie ersetzt die ehemalige Linie 59 im Abschnitt Langenau – Niederstotzingen.

Linie 594 (Sontheim – Bergenweiler): Die neue Linie ersetzt die ehemalige Linie 59 im Abschnitt Sontheim – Bergenweiler.

weitere Infos auf der Website von DING

Nach oben