Ehrenamtliche aus dem Bereich Asyl und Integration besuchen Ausstellung „Schloss Dellmensingen 1942“


Einen Besuch der Sonderausstellung „Schloss Dellmensingen 1942“ hat jetzt eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen aus dem Bereich Asyl und Integration unternommen. Der wissenschaftliche Volontär Paul Timm führte durch die aktuelle Ausstellung in der KZ Gedenkstätte am Oberen Kuhberg in Ulm.

Die Ausstellung befasst sich mit der Nutzung des Schlosses Dellmensingen als Zwangsaltenheim. Zwangsaltenheime dienten dem NS-Regime als Zwischenstationen für alte und gebrechliche jüdische Menschen vor ihrer Deportation. Reichsweit wurden etwa 140 jüdische Zwangsaltenheime errichtet. In Württemberg gab es acht solcher Zwangsaltenheime, eines davon in Schloss Dellmensingen, das im gleichnamigen Ort zwischen Ulm und Laupheim gelegen ist. Die Sonderausstellung widmet sich erstmals diesem Thema.

Im Zeitraum von März bis August 1942 wurden 130 zumeist ältere und zum Teil pflegebedürftige Jüdinnen und Juden aus Stuttgart und weiteren württembergischen Städten zwangsweise in das Schloss Dellmensingen umgesiedelt. Von den 130 Zwangsinsassen erlebten nur vier noch die Befreiung von Theresienstadt, unter ihnen zwei Laupheimerinnen.

Den Besuch organisiert und dazu eingeladen hatte die Integrationslotsin und Integrationsbeauftragte am Landratsamt Neu-Ulm, Margarete Fischer. Gefördert wurde der Besuch vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration.

www.dzok-ulm.de

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