Sprach- und Kulturmittler treffen sich zum Austausch


Zu einem persönlichen Austausch trafen sich die ehrenamtlichen Sprach- und Kulturmittler im Landkreis Neu-Ulm in der Begegnungsstätte MITTE der AWO. Die Organisatorin des Treffens und Integrationslotsin im Landratsamt Neu-Ulm, Margarete Fischer, lud die Ehrenamtlichen zum Erfahrungsaustausch und informierte sie über die Evaluation ihrer Einsätze. Insgesamt wurden sie während des Zeitraums Februar bis Mai 2025 mehr als 200 Mal zu Gesprächen hinzugezogen. Auftraggeber waren vor allem das Jugendamt, Bildungseinrichtungen, das Frauenhaus (plus Notrufstelle), der Flüchtlingsrat sowie weitere Beratungsstellen und Verbände. "Die zahlenmäßige Tendenz der Aufträge ist steigend", informierte Margarete Fischer.

Die Einsätze der Sprach- und Kulturmittler gehen oft weit über die reine Übersetzungstätigkeit hinaus. "Mit Ihrem Wissen über die Kulturen der Herkunftsländer der Klienten sind sie wertvolle Vermittler und tragen so zu gegenseitigem Verständnis zwischen Klienten und Auftraggeber bei", sagte Margarete Fischer. "Nicht selten helfen Sie dabei, Klienten bei zukunftsweisenden Entscheidungen zu unterstützen." Damit leisten die Ehrenamtlichen einen hervorragenden Beitrag zur Integration von Geflüchteten und Migranten. Dies ist für die Sprach- und Kulturmittler ein wichtiger Antrieb für ihre Tätigkeit. So beschrieben die Anwesenden, dass das Gefühl, etwas zu bewegen und maßgeblich an der Integration von Geflüchteten und Migranten beteiligt zu sein, sie zu ihrer Tätigkeit motiviere. Manche Sprach- und Kulturmittler sind seit über zehn Jahren im Projekt tätig.

Ein persönlicher Erfahrungsaustausch ist für alle Beteiligten von großer Bedeutung, da für bestimmte Gesprächssituationen in der Praxis Handlungs- bzw. Lösungsstrategien ausgetauscht bzw. erarbeitet werden können.

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