Zusätzliche Förderung für das Pegelmesssystem SAFE-W
Gute Nachrichten haben den Landkreis Neu-Ulm in dieser Woche aus dem Bayerischen Landtag erreicht: Aus den sogenannten Fraktionsinitiativen, mit denen Abgeordnete der Regierungskoalition gezielt regionale Impulse setzen können, fließen auch Mittel in das geplante Pegelmesssystem SAFE-W (Sicherheit, Alarmierung und Frühwarnung in Echtzeit – Wassergefahren).
Dadurch bekommt das landkreisübergreifende Projekt eine zusätzliche Förderung in Höhe von voraussichtlich 180.000 Euro. Landrätin Eva Treu äußerte sich erfreut über diese Nachricht: „Wir freuen uns sehr über die Bestätigung unserer hochmodernen, vernetzten und technologieorientierten Ausrichtung beim Katastrophenschutz.“
Das Projekt SAFE-W ist ein landkreisweites Vorhaben zur Stärkung des Katastrophenschutzes bei Starkregen-, Sturzflut- und Hochwasserereignissen. Ziel ist der Aufbau eines digitalen Mess- und Auswertungssystems, das mittels moderner Sensorik, Echtzeit-Datenübertragung sowie KI-gestützter Analyse frühzeitig belastbare Prognosen zu Pegelständen und möglichen Überflutungslagen an den Flüssen und Gewässern im Landkreis ermöglicht. SAFE-W ergänzt bestehende kommunale Hochwasserschutzmaßnahmen
(z. B. bauliche Schutzmaßnahmen oder Rückhalteeinrichtungen), ersetzt diese jedoch nicht. Das System soll künftig eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Einsatzkräfte, Kommunen und Verwaltung bereitstellen und damit die Reaktionsfähigkeit im Ereignisfall deutlich verbessern.
Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro netto, ein Förderbescheid im Rahmen der LEADER-Regionalentwicklung wird derzeit ebenfalls erwartet. Die zusätzlichen Mittel aus der Fraktionsinitiative entlasten den Kreishaushalt. „Unser Dank gilt ganz besonders Thorsten Freudenberger, der sich als Abgeordneter im Bayerischen Landtag erfolgreich für uns eingesetzt hat“, sagte Landrätin Treu.
„Ich freue mich sehr, dass es mir gelungen ist, diesen Vorschlag erfolgreich einzubringen und damit dieses Vorzeige-Projekt im Landkreis Neu-Ulm entscheidend zu unterstützen“, sagte Thorsten Freudenberger, MdL.
Das Projekt befindet sich derzeit mitten in der Planungsphase, in die auch alle Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger im Landkreis maßgeblich mit einbezogen werden. Mit der Installation erster Sensoren wird im späteren Verlauf des Jahres 2026 gerechnet. Der vollständige Aufbau des landkreisweiten Messnetzes ist bis Ende 2029 vorgesehen.