Personalwohnheim der SUAVIA Gesundheit gGmbH wird saniert
Das Personalwohnheim der SUAVIA Gesundheit gGmbH im Landkreis Neu-Ulm wird saniert. Mit der Verabschiedung des Haushalts hat der Neu-Ulmer Kreistag am 20. März 2026 auch die finanziellen Mittel hierfür beschlossen. Ziel ist es, in absehbarer Zeit dort attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für Mitarbeitende der Kliniken zur Verfügung stellen zu können.
Das Personalwohnheim in Neu-Ulm wurde im Jahr 1970 erbaut, nach über 50 Jahren besteht dort ein massiver Sanierungsbedarf. Unter anderem müssen die Wasserversorgung, Heizungsrohre, die sanitären Einrichtungen, die Elektrik, Fenster und Bodenbeläge erneuert werden.
Schaffung eines positiven Standorfaktors, um Fachkräfte leichter zu gewinnen
Hintergrund für den Ausbau von zusätzlichen Personalwohnungen ist der deutschlandweite Pflege-Fachkräftemangel. Durch die Bereitstellung von zentralem, attraktiven Wohnraum für die Mitarbeitenden der SUAVIA gGmbH, soll die Fachkräftegewinnung erleichtert und ein positiver Standortfaktor geschaffen werden. Damit soll dazu beigetragen werden, vor Ort das erforderliche Personal zu bekommen und zu binden. Denn in der Region ist Wohnraum nach wie vor knapp und wird dringend benötigt, was für viele in ihre Entscheidung bei der Arbeitsplatzsuche miteinfließt.
In dem elfgeschossigen Gebäude sind aktuell 30 Wohneinheiten an Klinikangestellte vermietet, 12 Wohnungen an externe Mieter, 24 Einheiten werden von sechs Praxen genutzt und 22 Einheiten stehen bereits leer.
Start der Sanierungsarbeiten im April - Bewohner können während der Baumaßnahmen hausintern umziehen
Die Sanierungsarbeiten sollen im April starten. Es wird mit einer Dauer von 17 Monaten gerechnet. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf 6,9 Millionen Euro. Aus dem sanierungsbedürftigen Wohnheim soll bis 2027 ein reines Wohngebäude entstehen. Geplant sind 66 1-Zimmer-Appartments und 22 2-Zimmer-Appartments, die möbliert vermietet werden sollen.
Die SUAVIA versteht und bedauert, dass dies für viele Mieterinnen und Mieter kurzfristig ist, ist bei der Umsetzung aber auch von bestimmten Rahmenbedingungen abhängig. Da der Arbeitsmarkt äußerst umkämpft ist und sämtliche kommunale Kliniken aktuell stark unter Druck stehen, ist eine schnelle Umsetzung der Umbauarbeiten für die Personalwohnungen erforderlich, sodass der positive Standortfaktor so bald wie möglich greifen kann. Zudem mussten zuerst die erforderlichen Sanierungsmittel durch den Kreistag frei gegeben werden, um das Projekt umsetzen zu können. Da es ausreichend Leerstand im Gebäude gibt, müssen die Bewohner für die Dauer der Baumaßnahmen nicht ausziehen, sondern können hausintern umziehen.
Informationsveranstaltung mit gewerblichen Mietern
Mit den gewerblichen Mietern gab es bereits vor der endgültigen Entscheidung im Kreistag, eine Informationsveranstaltung mit der SUAVIA Gesundheit gGmbH am 10. März 2026.
Die Infoveranstaltung fand kurz nach der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Krankenhauswesen vom 27. Februar 2026 stand, da die Ausschussmitglieder einen positiven Empfehlungsbeschluss zur Sanierung des Gebäudes gefasst hatten. In der Infoveranstaltung wurde den gewerblichen Mietern der aktuelle Planungsstand und das Sanierungskonzept für das Personalwohnheim vorgestellt. Gleichzeitig wurde den Mietern die Möglichkeit aufgezeigt, während der Sanierungsarbeiten innerhalb des Hauses umzuziehen. Die Umzüge werden individuell und in enger Abstimmung mit den gewerblichen Mietern erfolgen. Die Sanierungsarbeiten starten im Westflügel des Gebäudes, sodass die betroffenen Mieter in den Ostflügel umziehen können. Die Sanierungsarbeiten werden daher mit einer geringen Lärmbelästigung einhergehen, des Weiteren werden die Arbeiten auch zu Randzeiten durchgeführt, um die Praxis-Mitarbeitenden möglichst wenig in ihrer täglichen Arbeit zu stören.
Am 31. März 2026 ist ein weiterer Termin zwischen der SUAVIA und den gewerblichen Mietern des Wohnheims angesetzt. Hier wird es um einen offenen Austausch und um die Wünsche der einzelnen Mieter gehen. Parallel ist die SUAVIA mit den Mietern bereits im Dialog und arbeitet an individuellen und einvernehmlichen kurz- und langfristigen Lösungen. Mit den ersten Mietern konnte die SUAVIA bereits Einigungen erzielen. „Wir sehen den kommenden Terminen nach wie vor positiv entgegen und laden jeden Betroffenen ein, sich mit uns an den Tisch zu setzen“, sagt Geschäftsführer Torsten Strehle.