61. Infobrief vom 3. August 2026 für haupt- und ehrenamtlich Tätige sowie Projektträger in den Bereichen Asyl und Integration


1. Förderprogramm zur Integration in Arbeit und Ausbildung — Anträge bis

Die Integration von Zugewanderten in Arbeit und Ausbildung ist ein zentrales 
Element für gelingende Integration und gehört zu den Kernzielen bayerischer 
Integrationspolitik. Vor diesem Hintergrund ergänzt die Staatsregierung seit 
dem Jahr 2016 das Beratungs- und Vermittlungsangebot der Arbeitsagenturen 
und Jobcenter durch landesfinanzierte Fachkräfte. Wir freuen uns, Sie darüber 
zu informieren, dass für den Zeitraum ab 2027 die Förderung der bisherigen 
Ausbildungsakquisiteurinnen und -akquisiteure für Flüchtlinge sowie der Jobbegleiterinnen und Jobbegleiter – zusammengefasst – unter dem neuen Namen  „Arbeitsintegrationsbegleiterinnen und -begleiter“ fortgesetzt wird. Anträge sind ab sofort und bis einschließlich 16. September 2026 möglich.

Alle relevanten Informationen zu Fördervoraussetzungen, Art und Umfang der 
Zuwendung und dem Zuwendungsverfahren sind der Richtlinie für die Förderung von Arbeitsintegrationsbegleiterinnen und -begleitern zu entnehmen (abrufbar unter https://www.verkuendung-bayern.de/files/baymbl/2026/289/baymbl-2026-289.pdf).

Bitte nutzen Sie für die Antragstellung das Antragsformular, das unter Integration in Arbeit: StMI Website des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration bereitgestellt wird. Dieses ist ausgefüllt zusammen mit

  • einer aktuellen arbeitsmarktpolitischen Stellungnahme nach dem auf der Website hinterlegten Muster
  •  im Falle eines Erstantrags zusätzlich mindestens einem Unterstützungsschreiben per E-Mail an Sachgebiet-G2(at)stmi.bayern.de oder online über das BayernPortal einzureichen.

Anträge, die nach Fristende eingehen, können nicht berücksichtigt werden.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Zuwendungen aus dem Programm nur insoweit bewilligt werden können, als dafür Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Bei Überzeichnung des Förderprogramms können deshalb 
Zuwendungsanträge unter Umständen nicht bewilligt werden.
Das Staatsministerium achtet darüber hinaus auf die ausgewogene regionale Verteilung der Projekte. Die Reihenfolge des Eingangs der Anträge ist nicht ausschlaggebend.

2. Abbau von Unterbringungsplätzen

Aufgrund des Rückgangs der Asylzugänge werden zwischenzeitlich deutlich 
weniger Unterbringungsplätze benötigt als zuletzt. Der Asylzugang ist im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39 Prozent gesunken. Die rückläufigen Zahlen ermöglichen es, insbesondere kostenintensive Unterkünfte wie beispielsweise Hotels oder noch bestehende Notunterkünfte verstärkt abzubauen. Dies reduziert die Kosten für den Staatshaushalt und entlastet die Kommunen in Bayern nachhaltig, etwa bei der Integration vor Ort, bei der Kinderbetreuung und Beschulung. Bis Ende 2027 sollen gegenüber Sommer 2025 rund 42.000 Unterbringungsplätze abgebaut werden – das entspricht etwa einem Viertel aller Plätze im Freistaat. Bereits im ersten Halbjahr 2026 konnte die Anzahl gegenüber Sommer 2025 um 15.300 Plätze reduziert werden.

3. E-Learning-Kurs zu Antisemitismusprävention für Zugewanderte

Der kostenlose Online-Kurs „Jüdisches Leben und jüdische Geschichte kennenlernen“ wurde mit Fördermitteln des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als freiwilliges Ergänzungsangebot für Integrationskurse entwickelt und soll Menschen erreichen, die möglicherweise noch nicht mit der deutschen Geschichte und der daraus erwachsenen Verantwortung für jüdisches Leben und Antisemitismusprävention, dem jüdischen Leben in Deutschland oder den hiesigen Präventionsansätzen vertraut sind.
Der ca. 60-minütige Kurs ist in vier thematische Module gegliedert: Jüdisches 
Leben in Deutschland, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Israel. Der digitale Ansatz ermöglicht eine flexible, selbstbestimmte Auseinandersetzung mit dem Thema, berücksichtigt unterschiedliche Bildungshintergründe und richtet sich an Menschen mit einem B1-Sprachniveau. Ergänzt wird der E-LearningKurs durch pädagogische Materialien für Teilnehmende und für Leitungen von Integrationskursen sowie durch ein Glossar mit zentralen Definitionen und Begriffen in verschiedenen Sprachen.

Zugang zum Kurs und Möglichkeiten zum Herunterladen der Begleitmaterialien finden Sie unter: E-Learning zu Antisemitismusprävention für Zugewanderte 
(EAS) - E-Learning Plattform Violence Prevention Network

4. Weiterbildung Integrative Gemeinschaftstherapie (ICT) der Stiftung Wings of Hope

Die Stiftung Wings of Hope ist eine gemeinnützige Organisation, die von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gegründet wurde und in mehreren Ländern tätig ist. Sie unterstützt Menschen, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt leiden und ermöglicht traumtherapeutische und psychologische Hilfen. Zusätzlich bietet die Stiftung Fortbildungsmöglichkeiten für Fachkräfte und Ehrenamtliche. Aktuell besteht die Anmeldemöglichkeit für die Weiterbildung Integrative Gemeinschaftstherapie bzw. Integrative Community Therapy (ICT). Es handelt sich hierbei um keine Psychotherapie, sondern um eine gemeinschaftsorientierte gruppentherapeutische Methode mit der Zielsetzung, unterstützende soziale Netzwerke aufzubauen, um so langfristig Resilienz, Bewältigungsstrategien und Handlungsfähigkeit von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften zu mobilisieren und zu stärken.

Mehr Informationen unter: Weiterbildung Integrative Gemeinschaftstherapie (7 Module, Präsenz + online) | Stiftung Wings of Hope

5. Engagementpreis 80 plus – Nominierungen bis 11. September 2026 möglich.

Viele Seniorinnen und Senioren engagieren sich auch im fortgeschrittenen Alter noch bei der Integration von zugewanderten Menschen und bringen teils seit Jahrzehnten sehr viel Zeit, Wissen und Erfahrung in dieses wichtige ehrenamtliche Engagement ein. Eine Möglichkeit, diese Personen und ihren hervorragenden Einsatz zu ehren und sichtbar zu machen, bietet die Nominierung zum Engagementpreis 80 plus der Stiftung ProAlter. Diese Auszeichnung für bürgerschaftliches Engagement im hohen Alter wird seit 2022 alle zwei Jahre vergeben und beinhaltet ein Preisgeld 
in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. Eine Nominierung ist noch bis 11. September möglich. Informationen hierzu finden sich unter: Preis 2026 – Stiftung ProAlter.

6. „Integration durch Sport“ des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV)

Das Programm „Integration durch Sport“ (IdS) des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Bayerischen Landes-Sportverbands (BLSV) unterstützt Sportvereine dabei, Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund den Zugang zu Sportangeboten zu erleichtern und sie langfristig in Vereinsstrukturen zu integrieren. Ziel ist es, Integration in den Sport und durch den Sport in die Gesellschaft zu fördern, indem sportliche Erfahrungen, Werte, Kompetenzen und soziale Kontakte auch auf andere Lebensbereiche übertragen werden. 

Mehr Informationen zum Programm IdS, Ansprechpartner und teils mehrsprachige Broschüren finden Sie unter: Informationen zum Bundesprogramm Integration durch Sport (IDS) - BLSV, weitere Termine u. a. zu den Seminar-Anmeldungen „Fit für die Vielfalt“ und zum niederbayerischen Netzwerktreffen am 24. Oktober 2026 unter https://integration.dosb.de/aktuelles/news/detail/fit-fuer-die-naechsten-termine-vielfalt-trainieren.

7. Vernetzungstreffen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Einsatz gegen weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C)

Kultur- und Sprachmittlerinnen und -mittler spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen weibliche Genitalbeschneidung (FGM/C). Sie schaffen Vertrauen, vermitteln zwischen Menschen, Sprachen und Kulturen sowie Fachkräften und Familien. Das Vernetzungstreffen „Unsichtbare Heldinnen: beUnity – zusammen clever!“, dasu. a. von In Via Bayern e. V., dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit veranstaltet wird, würdigt dieses Engagement und bietet den Kulturund Sprachmittlerinnen und -mittlern sowie sie begleitenden Fachkräften Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und fachliche Vernetzung. Im Rahmen dieses Treffens, das am Donnerstag, den 17. September 2026 von 10.30 bis 12 Uhr online per Zoom stattfindet, wird auch die Vernetzungs-App beUnity vorgestellt, die einen standortübergreifenden regelmäßigen Austausch ermöglichen soll.

Mehr Informationen und die Anmeldemöglichkeit für die kostenfreie Teilnahme finden Sie hier: https://www.invia-bayern.de/images/FGMC_Unsichtbare_Heldinnen_17.09.2026_BeUnity_-_zusammen_clever_compressed_2.pdf.

8. Forum Ehrenamt am Samstag, 24. Oktober 2026 in Mühldorf zum Thema: 
„Ohne Nachwuchs keine Zukunft“

Wie Vereine, Initiativen und Organisationen es schaffen, mit neuen Ideen und erfolgreichen Ansätzen weitere Engagierte aus allen Altersgruppen zu gewinnen und somit ehrenamtliches Engagement zukunftsfähig machen zu können, vermittelt die ganztägige Veranstaltung der Reihe Forum Ehrenamt am 24. Oktober 2026 im Landratsamt Mühldorf. Neben einem fachlichen Impuls erwarten Sie drei Workshops zu unterschiedlichen Themen. Die Veranstaltung der Zukunftsstiftung Ehrenamt Bayern erfolgt in Kooperation mit der Versicherungskammerstiftung und ist für Teilnehmende kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Platzzahl empfiehlt sich eine zeitnahe Anmeldung. Mehr Informationen gibt es unter: EINLADUNG: FORUM EHRENAMT 2026 in Mühldorf am Inn | Versicherungskammer Stiftung

9. Gemeinsame Erklärung des „Dialogforums Religion und Integration“

Der interreligiöser Dialog leistet einen wichtigen Beitrag für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. Auf Initiative von Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann besteht seit Herbst 2025 das Dialogforum Religion und Integration, in dem sich Vertreter der christlichen Konfessionen, von jüdischen und muslimischen Gemeinden und weiteren Religionsgemeinschaften, Hochschulen, Institutionen des interreligiösen Dialogs sowie Verwaltung und Politik austauschen. Mit der gemeinsamen Erklärung, die am 6. Juli 2026 vorgestellt wurde, zeigen alle Unterzeichner, dass sie zusammen gegen Hass, Hetze und Diskriminierung einstehen und Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit sowie jegliche Form von Intoleranz gegenüber Menschen, die ein religiöses Bekenntnis haben, verurteilen. Die gemeinsame Erklärung kann über die Pressemeldung Herrmann stellt zusammen mit Religionsgemeinschaften die „Gemeinsame Erklärung“ des „Dialogforums Religion und Integration“ vor: StMI heruntergeladen werden.

10. Infobriefe für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den Bereichen Asyl und Integration

Die Informationen aus dem StMI erhalten Sie oder andere Interessierte auch, wenn Sie sich über folgenden Link registrieren: https://asylgipfel-bayern.de/index.php/newsletter/.

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