Niedrigschwellige und vielfältige Angebote bringen das Thema Demenz näher


Von Gedächtnistraining und Prävention über Information und rechtliche Fragen bis hin zu Film und Theater reichte dieses Jahr die Bayerische Demenzwoche im Landkreis Neu-Ulm. Vom 18. bis 27. September hatten die Gesundheitsregion plus sowie die Volkshochschule (vhs) im Landkreis Neu-Ulm mit Unterstützung verschiedener Kooperationspartner wieder ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt.

Zum Auftakt der Demenzwoche gab es direkt etwas Besonderes: Das Theaterstück "Die Gartenbank. Verliebt – Verlobt – Vergissmeinnicht?", zu dem das Sankt Elisabeth Pflegezentrum in Senden einlud. Das Stück näherte sich dem Thema Demenz sehr persönlich und zugleich behutsam und richtete den Blick auf den Menschen an der Seite des Betroffenen. Geleitet von dem Satz "Die Demenz ist nicht das Problem, sondern der Umgang damit", regte das Spiel dazu an, ein Stück Beziehungsalltag zwischen Wahrnehmung und Neuorientierung mitzuerleben.

Freuten sich über den gelungenen Auftakt zur Bayerischen Demenzwoche: Erste Reihe von links: Hildegard Mack (Schirmherrin Demenzwoche im Landkreis Neu-Ulm sowie Seniorenbeauftragte im Landkreis Neu-Ulm), Rebekka Mayer (Leitung Pflegestützpunkt Landkreis Neu-Ulm) und Carolin Gehring (Geschäftsführerin vhs im Landkreis Neu-Ulm); Zweite Reihe von links: Jeton Iseni (Geschäftsführer St. Elisabeth Pflegezentrum), Marc Löchner (Geschäftsstellenleiter Gesundheitsregion plus).

"Gerade dieses Format hat gezeigt, dass auch Kultur einen guten Zugang zu einem Thema schaffen kann, das für viele Menschen mit Ängsten und Belastungen verbunden ist", schilderte Marc Löchner, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion plus. Hildegard Mack, Schirmherrin der Demenzwoche und Seniorenbeauftragte im Landkreis Neu-Ulm, zeigte sich von der gut besuchten Veranstaltung ebenfalls beeindruckt. "Nachdem das Thema Demenz an Bedeutung zunimmt und es immer mehr Betroffene gibt, sind gerade solche regelmäßigen und niedrigschwelligen Angebote wie in der Bayerischen Demenzwoche wichtig, um die Menschen zu erreichen, zu informieren und aufzuklären."

Das Älterwerden und die verschiedenen Formen der Demenzerkrankungen "berühren viele unterschiedliche Lebensbereiche", teilte Carolin Gehring, Geschäftsführerin der vhs im Landkreis Neu-Ulm mit. "Deshalb sind auch unterschiedliche Bildungs- und Veranstaltungsformate wichtig, um möglichst viele Menschen anzusprechen." Besonders gut angenommen wurden zum Beispiel die Gedächtnistrainings, das Kinoformat zum Thema Demenz und Älterwerden sowie ein Vortrag über Erben, Vorsorge und rechtliche Fragen.

Im Nachgang zur Demenzwoche findet am Samstag, 31. Oktober 2026, noch der Online-Kurs "5 Wege zu einem perfekten Gedächtnis" von 09:00-16:30 Uhr statt. Der Kurs bietet Anregungen, um die geistige Fitness zu trainieren und zu fördern. Die Veranstaltung richtet sich an alle interessierten Erwachsenen, besonders an Menschen ab 60 Jahren, die ihre geistige Fitness präventiv erhalten und fördern möchten. Eine Anmeldung ist erforderlich über die vhs im Landkreis Neu-Ulm unter https://vhs-neu-ulm.de/bayerische-demenzwoche-2026

Auch nächstes Jahr planen die Gesundheitsregion plus und die vhs mit Kooperationspartnern wieder eine Teilnahme an der Bayerischen Demenzwoche mit verschiedenen Veranstaltungsformaten.

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