Termin

„Man wird ja wohl noch sagen dürfen!“

Logo Landkreis Neu-Ulm
Mo., 9. Mai bis Fr., 24. Juni 2022
Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten des Landratsamtes in Neu-Ulm kostenlos im Foyer besucht werden.
Öffnungszeiten
Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag: 07:30 - 12:30 Uhr
Donnerstag: 07:30 - 17:30 Uhr

Ausstellung im Foyer des Landratsamtes über extremistische Sprachbilder und Begriffe
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Beschreibung

„Worte können wie winzige Arsendosen sein: Sie werden unbemerkt verschluckt; sie scheinen keine Wirkung zu tun – und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ So beschrieb Victor Klemperer, der für seine Tagebücher über die NS-Zeit berühmt geworden ist, die Gefahr und Wirkung nationalsozialistischer Sprache, deren Verarmung und ideologische Festschreibung er analysierte.

Mit dieser Problematik befasst sich auch eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg Ulm, die vom 9. Mai bis zum 24. Juni im Foyer des Landratsamtes Neu-Ulm gezeigt wird. Das Landratsamt unterstützt das Dokumentationszentrum in diesem Haushaltjahr mit einer freiwilligen Leistung von 7.500 Euro.

Der Titel der Schau lautet: „Man wird ja wohl noch sagen dürfen!“ Die Ausstellung stellt demokratiefeindliche und menschenverachtende Begriffe von damals und heute vor; außerdem eigentlich neutrale Begriffe, die als Waffe benützt werden können.

Wenn wir fortwährend bestimmten Sprachbildern und Begriffen ausgesetzt sind, gewöhnen wir uns sogar an Begriffe, die wir ursprünglich als problematisch oder gar als menschenverachtend erachteten. Letztlich vergiftet dies jedoch schleichend und zunächst unbemerkt das gesellschaftliche Klima und durch die Gewöhnung verschiebt sich die Grenze des Sagbaren.

Menschen niederzumachen und die Demokratie anzugreifen, gehörte zum Wesen des Nationalsozialismus. „Lügenpresse“ war zum Beispiel ein Kampfbegriff, der zwischen 1933 und 1945 in aller Munde war und heute wieder Verwendung findet: in sozialen Medien, im Alltag und in der Politik rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien.

Die Ausstellung fragt: Was bedeuten diese Wörter? Wie wurden sie früher und wie werden sie heute verwendet? Und was kann man gegen die Giftwirkung von Sprache tun?

Die Ausstellung kann während der regulären Öffnungszeiten des Landratsamtes in Neu-Ulm kostenlos im Foyer besucht werden. Willkommen sind auch Schulklassen. Zu beachten sind die geltenden Corona-Regeln.

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Veranstaltungsort
Foyer
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Kosten

kostenlos

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Hinweise

Zu beachten sind die geltenden Corona-Regeln.


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