Fledermausschutz

Sie heißen „Langohr“ oder „Mausohr“ und gehören zu den bedrohten Säugetierarten: Die Fledermäuse. Sie sind nachtaktive Flugakrobaten, die ganz heimlich, aber nah bei uns, an Häusern oder in Bäumen, wohnen. 18 von 25 deutschen Fledermausarten sind im Landkreis Neu-Ulm nachgewiesen. Alle Arten in Deutschland stehen unter gesetzlichem Schutz, da sie durch die Zerschneidung der Landschaft und den Wegfall von Unterschlüpfen immer seltener werden. Dabei sind sie als Vertilger von Pestinsekten für die Landwirtschaft sehr wichtig. So lassen sich mit den Fledermäusen weltweit einige Millionen Euro pro Jahr einsparen, die sonst in Pestizide investiert werden müssten.
Fledermaus ruht sich auf einer weißen Decke aus. 
Zum Schutz der Tiere unterstützte die untere Naturschutzbehörde im Jahr 2017 die Initiierung des Arbeitskreises Fledermausschutz Neu-Ulm. Außerdem veranstaltete sie eine Ausstellung im Landratsamt und lies eine Vitrine im 2. Stockwerk des Landratsamts  mit Infos über Fledermäuse auskleiden. Zudem fördert sie den Fledermausschutz in einzelnen Projekten.
 
Der Fledermausschutz Neu-Ulm ist im ganzen Landkreis tätig, kontrolliert jährlich Quartiere wie das 250 Individuenstarke Mausohrquartier in Altenstadt und rettet verwaiste Fledermausbabies sowie verletzte Elterntiere. Darüber hinaus bringt er die Tiere mit verschiedenen Veranstaltungen wie Exkursionen oder Beratungen in das Bewusstsein der Bevölkerung.
 
Fledermäuse sind nicht zuletzt sehr interessant, können sie doch bis zu 30 Jahre alt werden, sich allein mit Ultraschall orientieren und ihre Temperatur von 37 °C im Sommer auf 4 °C  im Winterschlaf herabsenken. Sie bekommen lediglich ein bis zwei Jungtiere im Jahr und sind - anders als der Name vermuten lässt - tatsächlich näher mit uns als mit z. B. mit Mäusen verwandt. Das zeigt sich auch in ihrem intensiven Sozialverhalten wie dem Bilden von „Kindergärten“ und der Arbeitsverteilung in der Kolonie. Ihr Kot wird als „Guano“-Dünger teuer erstanden. Ihr Nutzen ist vielfältig und ihr Schutz essentiell.

Notfall-Telefon


Sie haben ein Fledermaus-Baby oder ein verletztes Tier gefunden? Dann melden Sie sich bitte unter der Notfall-Hotline 0175 5366650.
Eine wichtige Aufgabe des Fachbereichs Naturschutz und Landschaftsplanung ist der Schutz und die Pflege der wild wachsenden Pflanzen und wild lebenden Tiere.
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Eine Biene auf Nahrungssuche in einem Blühstreifen.

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Blühende Landschaften sind die Lebensgrundlage für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten. Machen Sie mit und säen Sie ein!
Äpfel liegen in der grünen Wiese.

Obstsorten erhalten

Kennen Sie den Pfaffenhofer Schmelzling? Dabei handelt es sich um eine besonders gefährdete Apfelsorte. Der Obstsortenerhaltungsgarten soll helfen, vom Aussterben bedrohte Apfel- und Birnensorten der Region zu erhalten.
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