Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Aufgrund des demografischen Wandels unserer Gesellschaft wird der Anteil der über 60-Jährigen an der Gesamtbevölkerung im Landkreis Neu-Ulm weiter steigen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Seniorenpolitik und Seniorenarbeit dar. Den bayerischen Gesetzgeber hat dies dazu bewogen, die Landkreise, Städte und Gemeinden zu veranlassen, so genannte „Seniorenpolitische Gesamtkonzepte“ für ihre Bereiche ausarbeiten zu lassen.

Anders als bei den bisherigen Altenhilfeplänen geht es bei diesem Seniorenpolitischen Gesamtkonzept um zukunftsfeste, Folgen abschätzende Leitlinien und prozessorientierte Konzepte, da nur auf diese Weise der Dynamik der Entwicklung Rechnung getragen werden kann.

Das bestehende Konzept für den Landkreis Neu-Ulm wird aktuell fortgeschrieben. Der Landkreis hat diese Aufgabe der BASIS-Institut GmbH in Germersheim übertragen. Nachstehend finden Sie die Daten zum Seniorenpolitischen Gesamtkonzept 2010 für den Landkreis Neu-Ulm.

  • Analyse der demografischen Entwicklung der Bevölkerung
  • Bestandserhebung bei den Einrichtungen und Diensten, die in der Seniorenarbeit tätig sind
  • Schriftliche Befragung von rund 2.500 Personen über 60 Jahre mit einem Rücklauf von knapp 40 %. Insgesamt liegen Informationen über knapp 1.000 Bürgerinnen und Bürger vor
  • Durchführung von zwei Workshops mit regionalen Expertinnen und Experten
  • Schriftliche Befragung der kreisangehörigen Kommunen
  • Diskussion der Ergebnisse in einem Steuerungsgremium
  • Integrierte Orts- und Entwicklungsplanung
  • Wohnen zu Hause
  • Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit
  • Gesellschaftliche Teilhabe
  • Bürgerschaftliches Engagement von und für Senioren
  • Unterstützung pflegender Angehöriger
  • Präventive Angebote und Angebote für besondere Zielgruppen
  • Kooperations- und Vernetzungsstrukturen
  • Hospiz- und Palliativversorgung
  • Betreuung und Pflege
Das erarbeitete Seniorenpolitische Gesamtkonzept 2010 für den Landkreis Neu-Ulm ist die Analyse der derzeitigen Versorgungssituation älterer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und darauf aufbauend die Einschätzung der künftigen Entwicklungen mit Erstellung eines Handlungsprogramms für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.

Wesentliche Zielsetzungen sind dabei:
  • die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu stärken
  • Bildung und bürgerschaftliches Engagement von und für Senioren zu fördern
  • die Bereiche Wohnen und Wohnumfeld den Bedürfnissen älterer Menschen anzupassen
  • die vorhandenen Versorgungsangebote zu verzahnen und neue Wohn- und Pflegeformen für ältere und pflegebedürftige Menschen zu entwickeln
Viele dieser Felder sind im Landkreis Neu-Ulm bereits gut bestellt, manche jedoch gilt es, intensiver als bisher zu beackern.
Alle in Zusammenarbeit mit den örtlichen Expertinnen und Experten entwickelten 46 seniorenpolitischen Maßnahmen sind getrennt nach Handlungsfeldern in einer übersichtlich gegliederten farbigen Broschüre dokumentiert.

Die Broschüre ist kostenlos erhältlich beim
Landratsamt Neu-Ulm
Kantstraße 8, 89231 Neu-Ulm
Petra Guter
Tel. 0731/7040 - 11152
E-Mail: petra.guter@lra.neu-ulm.de
Nach oben