Klostermuseum Roggenburg

Mitten in der prächtigen Barockanlage des Prämonstratenserklosters Roggenburg befindet sich das Klostermuseum.

Glanzstücke und Kunstwerke erzählen die Geschichte des ehemaligen Reichsstifts von seiner Gründung 1126 bis zur erzwungenen Auflösung während der Säkularisation 1803. Besondere Exponate aus dem Besitz des ehemaligen Klosters und seiner Kirchen lassen die opulente Zeit des Barocks, die fast vergessene Volksfrömmigkeit und die spannende Ordensgeschichte der Prämonstratenser wieder lebendig werden.

Der Eingang befindet sich rechts neben dem Kirchenportal.

Neben dem Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch die gepflegte Klosteranlage sowie ein Blick in die Barockkirche Mariä Himmelfahrt. Bei schönem Wetter ist auch die Lauschtour "Rund ums Kloster Roggenburg" zu empfehlen.

Spannende Führungen zu verschiedenen Themen, auch für Kindergruppen und Schulklassen, ergänzen den Museumsbesuch.

Museumsbesuch

Öffnungszeiten


Das Klostermuseum Roggenburg hat an Allerheiligen, den 01.11.2021 geschlossen.

April bis Oktober Donnerstag bis Sonntag / Feiertage 14:00-17:00 Uhr
November bis März Samstag / Sonntag / Feiertage 14:00-17:00 Uhr

  • An Karfreitag, Allerheiligen, Weihnachten und Silvester hat das Museum geschlossen
  • Gerne bieten wir angemeldeten Gruppen, Schulklassen und Kitas auch außerhalb der Öffnungszeiten die Möglichkeit zu einem ungestörten Museumsbesuch


Eintritt frei

Im Klostermuseum Roggenburg gelten folgende Corona-Regeln:
  • 3G-Regel: Bitte zeigen Sie zu Beginn Ihres Besuchs der Aufsicht einen Nachweis über Ihre Impfung, Genesung oder negative Testung vor
    • es gelten PCR-Tests, PoC-PCR-Tests oder Tests mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, die vor höchstens 48 Stunden oder PoC-Antigentests, die vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurden
    • folgende Personen sind von der Testpflicht befreit:
      • Kinder bis zum 6. Geburtstag
      • Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen
      • noch nicht eingeschulte Kinder
  • Maskenpflicht (OP/medizinische Maske) ab 6 Jahre
  • Abstandsgebot und Gruppenbildung vermeiden

mit dem Auto

  • Autobahn A 7 (Würzburg-Kempten), Ausfahrt Vöhringen, B 300 (Augsburg-Krumbach) Richtung Weißenhorn
  • Auf dem Klostergelände befinden sich drei große öffentliche Parkplätze
  • Es stehen Ladestationen für E-Autos zur Verfügung


mit dem Fahrrad

  • Kloster Roggenburg kann auf der Klosterweiher-Runde mit dem Fahrrad angefahren werden
  • Eine E-Bike-Ladestation befindet sich am Klosterladen in der Klosterstraße 1, ca. 5 Gehminuten vom Haupteingang entfernt


mit den Öffentlichen

  • Bushaltestelle Roggenburg (Schwaben), Kloster
Klostermuseum Roggenburg
April bis Oktober: Donnerstag bis Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr
November bis März: Samstag bis Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr

Telefon 07300/ 52 23


Verwaltung und Führungsanfragen
Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 16.00 Uhr und Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr

Telefon 0731 / 7040-42014
E-Mail kreismuseen@lra.neu-ulm.de

  • Alle Ausstellungsräume sowie der Haupteingang sind barrierefrei zugänglich
  • Eine öffentliche, behindertengerechte Toilette befindet sich gegenüber des Museums
  • Assistenz- und Blindenhunde mit gültigem Ausweis sind im Museum willkommen
  • Führungen und Workshops für Gruppen, Schulklassen und Kitas nach Vereinbarung

E-Mail kreismuseen@lra.neu-ulm.de
Telefon 0731 7040-42014


Führungsgebühren


Erwachsene 4,00 Euro
Kinder 2,00 Euro


Museumspädagogisches Programm im Klostermuseum Roggenburg

Das Klostermuseum - ein barockes Kleinod

Drei Brüder aus dem Grafengeschlecht von Bibereck stifteten 1126 den Prämonstratenserorden Land und Pfarreien über dem Tal der Biber. Bald darauf kamen Chorherren aus Kloster Ursberg unter der Leitung von Propst Gerung und errichteten eine neue Propstei. Diese stieg schnell zum Rang einer Abtei auf und erlangte auch die vollständige Reichsunmittelbarkeit. Im Laufe der Jahrhunderte erbauten die Prämonstratenser in Roggenburg eine prachtvolle Klosteranlage. Im Zuge der Säkularisation mussten die Chorherren ihr Reichsstift 1802 aufgeben und verlassen. Das weitläufige Kloster war beinahe dem Verfall preisgegeben.

In den 1980er Jahren kehrten die Prämonstratenser nach Roggenburg zurück, und der mühevolle Wiederaufbau begann. Die Restaurierungs- und Aufbauarbeiten haben sich gelohnt: Kloster Roggenburg erstrahlt heute in seinem früheren Glanz.

Auch der Klostergeschichte wurde Raum gegeben: 1991 eröffnete der Landkreis Neu-Ulm das Klostermuseum in den ehemaligen Räumen der Prälatur. 

Das Museum bietet einen Überblick über die ereignisreiche Geschichte des Klosters und des Prämonstratenserordens von der Gründung bis zur gewaltsamen Auflösung. Viele Kunstschätze, vor allem aus der Barockzeit, die bisher in geschlossenen Räumen aufbewahrt werden mussten, können hier der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die meisten Ausstellungsstücke stammen aus dem Nachlass des letzten Reichsprälaten Abt Aigler. Er vermachte sie 1822 der Armenkasse der Pfarrei Roggenburg und bat "dieselbe an einem Ort beisammen zu halten, weil selbe zur Geschichte Roggenburg gehören und so lange schon in gutem Zustand conserviert worden".
Sonderausstellung 900 Jahre Prämonstratenserorden

Ad omne opus bonum paratus - zu jedem guten Werk bereit. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden

Februar 2021 bis Dezember 2022 im Klostermuseum Roggenburg

Vor 900 Jahren begründete der Heilige Norbert von Xanten im Tal von Prémontré eine neue Gemeinschaft: den Prämonstratenser-Orden. Ein besonderes Jubiläum, das auch im Klostermuseum Roggenburg gemeinsam mit den Chorherren aus dem benachbarten Prämonstratenserkloster gefeiert wird. Die Ausstellung widmet sich dem Ordensgründer Norbert von Xanten. Seiner historisch belegten Lebensgeschichte wird anhand von Reproduktionen aus dem Weißenauer Traditionscodex nachgespürt. Auch das geistige, kulturelle und wirtschaftliche Wirken der Chorherren damals und heute wird vorgestellt.

Ausstellungsflyer
  • Das Reichsstift Roggenburg 1126-1803, Museumsführer, Neu-Ulm 1991
  • Ulrich G. Leinsle: Prämonstratenserkultur in Schwaben, zweite, revidierte Auflage, Neu-Ulm 1998
  • Kleindienst: St. Ulrich und die Klöster, Neu-Ulm 1994
  • Ulrich G. Leinsle: Prämonstratensische Pfarrseelsorge in Schwaben am Beispiel der Reichsabtei Roggenburg, Neu-Ulm 1998
  • P. Rainer Rommens: "Baierns letzter Reichsprälat" Abt Thaddäus Aigler und die Säkularisation des Klosters Roggenburg im Jahre 1802, Neu-Ulm 2007
  • P. Roman Löschinger (Hrsg.): Der Roggenburger Abt Georg Lienhardt (1717-1783) und die schwäbische Klosterkultur seiner Zeit, 2017
  • Landkreis Neu-Ulm (Hrsg.): Ein Ausflug in die Welt barocker Deckenbilder. Zum 300. Geburtstag des Weißenhorner Malers Franz Martin Kuen, 2018


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