Gedenkinschriften auf der Spur


Sie hängen an 54 Kirchen und Kapellen und zeugen von verdienten Persönlichkeiten und Ereignissen: Epitaphe und Gedenktafeln. Das Buch "Epitaphe und Gedenkinschriften an äußeren Kirchenfassaden im Landkreis Neu-Ulm" ist das Ergebnis der Arbeit von Peter Wischenbarth, seit 2022 Heimatpfleger im Landkreis Neu-Ulm. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die insgesamt 299 Epitaphe und Inschriften zu sichten und je nach Zustand in vier Kategorien zu unterteilen:

  • Beginnende Verwitterung: Text und Bild auf der Gedenktafel sind leicht verwittert und Wortendungen nicht mehr lesbar,
  • Starke Verwitterung: Durch großflächige Abplatzungen fehlen größere Textbereiche,
  • Bereits unlesbar: Schematisch ist der Text noch erkennbar, aber durch zu starke Verwitterung nicht mehr lesbar,
  • Vollständige Zerstörung: Das Epitaph besteht nur noch aus einer leeren Platte.

Epitaphe dienten in erster Linie als Grabsteine. Nach Auflösung der Grabstätte, zum Beispiel von in der Kirche begrabenen Pfarrern, wurden sie in die Wände innerhalb oder außerhalb der Kirche gesetzt "Der älteste Grabstein befindet sich in Kellmünz und stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert", sagt der Autor. Mit seiner Herausgeberschrift bewahrt der gebürtige Vöhringer kulturelle Schätze für die Zukunft. Landrat Thorsten Freudenberger freut sich, dass Peter Wischenbarth die auffindbaren Gedenktafeln im Landkreis Neu-Ulm gesichtet und ihre Botschaften für uns „fassbar gemacht hat“. Uns allen müsse es ein Anliegen sein, „diese stummen Zeitzeugen aus Stein für die Nachwelt“ zu erhalten und ihre Botschaft  zugänglich zu lassen.

"Epitaphe und Gedenkinschriften an äußeren Kirchenfassaden im Landkreis Neu-Ulm“ können Interessierte zum Preis von 20,00 Euro direkt bei Peter Wischenbarth per Mail an peter.wischenbarth@lra.neu-ulm.de bestellen.

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